Ausdruck. Die Skizzenblätter sind durchwegs mit„ Hans Neumüller"oder„, HZN" für„ Hans Zwettl Neumüller" signiert.
Seit 1939 durchwanderte Hans Neumüller im Auftrag des damaligenKreisleiters die Umgebung von Zwettl,„ um Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtum und Volkskunst,wie sie sich bis auf den heutigen Tag im Zwettler Gebiet erhalten haben,so getreu wie nur möglich zu Papier zu bringen“.8 Wie einem 1943erschienenen Zeitungsbericht weiters zu entnehmen ist, unterstützteihn bei seinen Streifzügen eine Mitarbeiterin aus Wien. Dabei dürfte essich um Milly Niedenführ handeln, die Hans Neumüller kannte und zudieser Zeit ebenfalls in der Gegend um Zwettl mit graphischen Aufnah-men beschäftigt war. Hans Neumüller fertigte vorwiegend aquarellierteBleistiftskizzen und Aquarelle an. Zu den Ortschaften seines Aufnah-megebietes gehörten Harmannschlag, Limbach, Gradnitz, Nieder-strahlbach, Moidrams, Waldhams, Kleinmeinharts, Merzenstein, Uttis-senbach, Kleinschönau, Haid, Groß- Gerungs, Heinreichs, Harruck,Reinprechts, Hypolz, Kleinpertholz, Klein Wetzles, Antenfeinhöfe,Schönbichl, Kamp, Arbesbach, Schönfeld, Purrath, Hochreith, Klein-Nonndorf, Pehendorf, Petrobruck, Brunn, Etlas, Altmelon, Perwolfs,Bramberg, Aschen, Schwarzauamt, Dietrichsbach, Fichtenbach, Kro-negg, Großpertenschlag, Bärkopf, Gutenbrunn, Ulrichschlag, Dörflesund die oberösterreichischen Orte Neustift und Komau.
In dem bereits erwähnten Zeitungsartikel vom 21. Mai 1943 wurde überdie Feldforschungsarbeiten Hans Neumüllers ausführlich berichtet: 9
Mann mit Mappe geht von Haus zu Haus
100 Sesselformen, jede anders/ Auch eine Geierscheuche kanninteressant sein.
Gute zehn Minuten ist es schon her, daß der Mann mit der großenMappe unter dem Arm auf die Bäuerin, die er vor dem Hoftorgetroffen hat, einspricht.„ Aber, aber", meint die Bäuerin ,,, bei mirwerden S'so was net finden, bei uns is doch alles so einfach." Aberdas hat der Mann mit der Mappe anscheinend schon oft gehört.Jedenfalls er läßt sich nicht abweisen, geht in das Haus, schautdahin und dorthin, bis er auf einmal auf dem Boden etwas gefunden8 Aus dem Jahre 1943 stammt ein Zeitungsausschnitt in dem erwähnt wird, daß HansNeumüller seit vier Jahren im Waldviertel zeichnerische Aufnahmen alten Kulturgu-tes durchführt. Dies entspricht auch ungefähr dem Zeitraum des StudienaufenthaltesMilly Niedenführs. Es war bisher nicht möglich festzustellen, in welcher Zeitschriftder Artikel veröffentlicht wurde, den ich vom Neffen Neumüllers, Herrn Peter Neu-müller, als Ausschnitt erhielt. Der Beitrag wurde unter dem Titel„ Mann mit Mappegeht von Haus zu Haus" am 21. Mai 1943 auf Seite 4 von„ Dr. R. S." publiziert.9 Wie Anm. 8.
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