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Ausziehbett, Kirchbach
In Längsrichtung ausziehbares Bett.
Bleistift, aquarelliert, 214 x 303 mm
Milly Niedenführ, monogrammiert MN( Privatbesitz)
Auf der Vorderseite beschriftet:» Bett- Kor, Holz, verstellbar vom Kinder-bett zum Erwachsenenbett. Haider, Kirchbach.<<
Im Waldviertel wurden vorwiegend Querschwingerwiegen verwendet,deren Kufen quer zum Wiegenkasten standen. Hans Neumüller zeich-nete in Moidrams eine Wiege mit hochgezogenem Kopfteil. In dieSeitenwände sind hölzerne Wiegenbandknöpfe eingezapft. Daran wur-den die Wiegenbänder befestigt, die ein Verrutschen der Decke unddas Herausfallen des Säuglings verhindern sollten.56
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Wiege, Kirchbach
Querschwingerwiege mit eingesetzten Stäben als Seitenabschluß.Feder, Buntstift, 190 x 244 mm
Milly Niedenführ, monogrammiert MN( Privatbesitz)
Auf der Vorderseite beschriftet:» Alte Wiege. Kirchbach 25.<<
Wiege, Moidrams
Querschwingerwiege mit höherem Kopfteil und je drei Wiegenband-
knöpfen.
Aquarellskizze, 261 x 354 mm
Hans Neumüller, monogrammiert HZN( Privatbesitz)
Auf der Vorderseite beschriftet:» Moidrams Nr. 13, Ledermüller.<<
Hausrat
Hans Neumüller und Milly Niedenführ hielten auch kleinere Einrich-tungsgegenstände der Waldviertler Häuser fest. Milly Niedenführzeichnete in Kirchbach einen Schüsselkorb( Schüsselrem), von ihr als,, Schüssel- Kor“ bezeichnet, der zur Aufbewahrung von Schüsseln undTellern diente[ Kat.-Nr. 118]. Im unteren Teil konnten auch kleine Ladeneingebaut sein[ Kat.-Nr. 106]. Damit die Holzteller besser Trocknenkonnten, wurden sie in einer„ Tellerleiter" aufbewahrt. Ein solchesGestell wurde von Hans Neumüller aufgefunden und dokumentiert[ Kat.-Nr. 119].
56 Friedrich v. Zglinicki: Die Wiege. Regensburg 1979.
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