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Volkskunde : Institutionen in Österreich
Entstehung
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Zuletzt in dieser Reihe komme ich auf eine internationale Organisation zusprechen, die 1986 in Salzburg ihren Ursprung genommen hat, die Inter-nationale Gesellschaft für Rechtliche Volkskunde. Da die jährlichenSymposien der Abteilung für rechtliche Volkskunde" innerhalb derSchweizer Gesellschaft für Volkskunde unter der Präsidentschaft vonLouis Carlen, Fribourg, nicht mehr stattfanden, haben die Universitätspro-fessoren Hermann Baltl, Graz, Nikolaus Grass, Innsbruck, und PeterPutzer, Salzburg, für Mai 1986 zu einer Tagung für rechliche Volkskundean die Universität Salzburg eingeladen. Bei dieser Tagung haben dieTeilnehmer eine Internationale Gesellschaft für Rechtliche Volkskunde"gegründet. Die neue Gesellschaft wurde dem schweizerischen Vereins-recht unterstellt und hat ihren Sitz am Wohnsitz des Präsidenten in Frei-burg in der Schweiz. Die Gesellschaft hat bisher sechs Tagungen abwech-selnd in Österreich, der Schweiz, Deutschland und Italien abgehalten.Neben all diesen bisher genannten internationalen Gesellschaften gäbe esnatürlich noch über eine Vielzahl von weiteren freien oder teilweise unter derObhut von größeren Organisationen wie der SIEF stehenden internationalenGesellschaften oder Arbeitsgemeinschaften zu berichten. Ich beschränkemich hier auf die bloße Nennung einiger Namen und erwähne als Beispieledie Nahrungsforscher, die Bildforscher, die Erzählforscher, die Keramikfor-scher, die Hausforscher, welche alle regelmäßige Tagungen abhalten.Nun wende ich mich noch volkskundlichen Gesellschaften mit landeswei-ter( im Sinne von Bundesland) oder regionaler Ausrichtung zu, und nenneals erste und jüngste die Gesellschaft für Tiroler Volkskultur" mit Sitz inInnsbruck und Bozen, welche 1987 vom Ordinarius für Volkskunde derUniversität Innsbruck, Leander Petzoldt, ins Leben gerufen worden ist.Laut Einladungsblatt bemüht sich der Verein um die Förderung, Erfor-schung und Pflege der Tiroler Volkskultur im weitesten Sinne. Insbeson-dere will er die volkskundliche Forschung in Nord-, Ost- und Südtirolfördern und Forschungsergebnisse der Allgemeinheit zugänglich machen,indem er volkskulturelle und allgemeinbildende Vorträge, Exkursionenund Ausstellungen anbietet. Durch die Herausgabe eines Mitteilungsblat-tes, von Informationsschriften und wissenschaftlichen Publikationen unddie Beratung öffentlicher Stellen und Institutionen will er bei der Bewäl-tigung volkskultureller Aufgaben unterstützend wirken❝.30Interessant zu erwähnen ist, daß es an der Innsbrucker Hochschule bereits1892 zur Gründung eines akademischen Vereins für tirolisch- vorarlbergi-sche Heimatkunde gekommen ist. Im ersten Heft der Zeitschrift für

30 Einladungsblatt mit Beitrittserklärung der Gesellschaft für Tiroler Volkskultur. Inns-bruck o.J.( 1987).