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Volkskunde : Institutionen in Österreich
Entstehung
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Zeitschrift berichtete weiter regelmäßig darüber, Berichterstatter warDietmar Assmann. Bereits bei der Tagung 1976 wurde mit Nachdruck"der Wunsch nach einer engen Zusammenarbeit mit dem Verein fürVolkskunde" 10geäußert, ja sogar durch einen eigenen Beschluß der Ge-neralversammlung bekräftigt, aber erst 1979 gelang es Klaus Beitl, beieiner Generalversammlung des Fachverbandes in St. Pölten, auf einer Art,, Versöhnungstreffen" die Spannungen zwischen den beiden Gesellschaf-ten zu beseitigen. Die neue Verbindung wurde durch die Vereinbarungeiner gegenseitigen Entsendung von Vorstandsmitgliedern bekräftigt."Seither, beginnend mit der Volkskundetagung 1980 in Feldkirch in Vor-arlberg, werden die Österreichischen Volkskundetagungen von den beidenGesellschaften gemeinsam ausgerichtet, und die Tagungsbände in Zusam-menarbeit herausgegeben.

Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt des Fachverbandes neben den Tagun-gen liegt in der Bildung von Arbeitskreisen, die manchmal mehr, manch-mal weniger intensiv arbeiten, je nachdem, wie brennend das Anliegen ist,und wie aktiv seine Vertreter es betreiben. 1975 konstituierte sich überInitiative der Museumskommission des Fachverbandes eine freie Arbeits-gemeinschaft für Betreuer volkskundlicher Sammlungen in Österreich( Dietmar Assmann), die aber seit längerem keine sicht- oder lesbarenAktivitäten gesetzt hat. 12 1981 kam es zur Gründung der Arbeitsgemein-schaft für Hausforschung in Österreich unter dem Vorsitz von OskarMoser( Stellvertreter Kurt Conrad). Angeregt wurde diese Arbeitsgemein-schaft auf der Volkskundetagung in Feldkirch, die sich mit Problemen derHausforschung beschäftigte. Ähnliche freie Vereinigungen gibt es in derSchweiz und in Deutschland seit den 50er Jahren. Ziel ist die Grundlagen-forschung, die Zusammenarbeit von Volkskundlern und Baufachleutenund die Verbreitung der Ergebnisse in der Öffentlichkeit. 13 Der Arbeits-kreis veranstaltete 1985 eine Jahrestagung in Krems. Pläne zur Wiederbe-lebung regten sich 1990 auf einer Sitzung in Graz. 1983 bildete sich eineLehrplankommission zur Ausarbeitung eines Lehrplanentwurfes für denUnterrichtsgegenstand Volkskunde an Höheren land- und forstwirtschaft-lichen Bundeslehranstalten. 14 Die Kommission tagte in vielen Sitzungen,10 Peter Stürz, Vom Österreichischen Fachverband für Volkskunde. In: ÖsterreichischeZeitschrift für Volkskunde XXXI/ 80, Wien 1977, S. 52.

11 Klaus Beitl, Österreichischer Fachverband für Volkskunde. In: Österreichische Zeit-schrift für Volkskunde XXXIV/ 83, Wien 1980, 184- 185.

12 Volkskunde in Österreich, Wien 1975/03, S. 10.

13 Volkskunde in Österreich, Wien 1983/01, S. 4. Österreichische Zeitschrift für Volks-kunde XXXVI/ 85, Wien 1982, S. 306. Österreichische Zeitschrift für VolkskundeXXXVII/ 86, Wien 1983, 36- 37.

14 Österreichische Zeitschrift für Volkskunde LXXXVII/ 87, Wien 1984, 122- 123.