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Volkskunde : Institutionen in Österreich
Entstehung
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um Material von wissenschaftlichem Werte zutage zu fördern; daß dabeiunberufene Mitarbeiterschaft nur unermeßlichen Schaden hätte anrichtenkönnen, ist wohl einleuchtend.( Diese Aussage erscheint doch wohl über-trieben, eig. Anm.) Denn bei volkskundlichen Sammlungen kommt es inerster Linie auf das Woher, den Zweck und den Zusammenhang derGegenstände mit dem Volke, dessen Schaffen charakterisiert werden soll,an. Besonders für die wissenschaftliche Bearbeitung der steirischen Volks-kunst ist es daher sehr wichtig, daß das Material für die kulturgeschicht-liche Darstellung unseres Museums fast ausschließlich von mir an seinemursprünglichen Bestimmungsorte erforscht worden ist. Es sind daherunsere Sammlungen wohl geeignet, als vollgültige Belege für das häusli-che Leben und Schaffen der Steiermärker zu dienen. Aber auch nur beidieser gewissenhaften Aufsammlung war es möglich, diese unsere ethno-graphische Sammlung im neuen Culturhistorischen und Kunstgewerbe-Museum in wirklich lehrhafter Gruppierung den altsteirischen Original-wohnräumen entsprechend anzugliedern und zu einem echten Geschichts-bilde unseres Landes auszugestalten."( Lacher 1906)

In diesem Zusammenhang weist er- nicht ohne Genugtuung darauf hin,daß er den Grundstock seiner Sammlung bereits längst gelegt hatte, als inWien Michael Haberlandt und Wilhelm Hein 1895 mit den Sammlungenfür ein, Museum für österreichische Volkskunde" begannen. Karl Lacherwurde daher von den beiden in den Ausschußrat des Volkskundemuseumsin Wien berufen, für das er neben Trachten auch wichtige Möbelstückebeibrachte.

Das Österreichische Museum für Volkskunde:Ethnologie und vergleichende Volkskunde

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Den beiden Initiatoren für die Errichtung eines zentralen Volkskundemu-seums in Wien, Michael Haberlandt( 1860-1940) und Wilhelm Hein( 1861-1903), waren natürlich die Bestrebungen um eine Belebung derHausindustrie und damit im Zusammenhang die Entdeckung der,, Volkskunst" nicht verborgen geblieben. Das bezeugen die Bekanntschaftmit Alois Riegl und die Ausstellungen im Museum für Kunst und Industrie.Als Beamte der ethnographischen Abteilung am Naturhistorischen Mu-seum galt ihr Interesse aber vorwiegend ethnologischen Fragestellungen.Mit Aufmerksamkeit registrierten sie daher die Gründung der Ethnogra-phischen Museen. Sie hatten Kontakt zu dem bekannten AnthropologenRudolf Virchow, der nach dem Vorbild des Nordischen Museums inStockholm 1889 das, Museum für Deutsche Trachten und Hausgewerbe"