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Volkskunde : Institutionen in Österreich
Entstehung
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mit den beiden- an der Alpenuniversität niemals kritisierten- Schlagworten,, Tradition und Gemeinschaft umschrieben. In den 60er Jahren hat Ilgüberdies begonnen, sich in Fortsetzung der früheren Sprachinselforschungmit Tiroler Auswanderern nach Südamerika zu beschäftigen. Nach der Eme-ritierung Ilgs im Jahre 1983 übernahm Leander Petzoldt Ordinariat undInstitut und setzte durch das Einbringen persönlicher Forschungsinteressenneue Akzente, die man mit Erzählforschung im mitteleuropäischen Raum"umreißen könnte. Als Honorarprofessor für Angewandte Volkskunde derAlpenländer wirkt auch noch Wolfgang Pfaundler am Innsbrucker Institut.

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An der Universität Graz gilt Karl Weinhold, der dort ab 1851 für zehnJahre als Professor für ältere deutsche Sprache und Literatur lehrte,aufgrund seiner kulturgeschichtlichen und mythologischen Lehrveranstal-tungen als Begründer der steirischen Universitäts- Volkskunde. NachWeinholds Weggang aus Graz- auf seine späteren Verdienste um diewissenschaftliche Volkskunde: Zeitschrifts- und Vereinsgründung, Berli-ner Museum für Volkskunde, kann hier nicht eingegangen werden- istVolkskundliches fallweise bei Germanistik und Slavistik zu finden. Erst1899 rückt die Volkskunde wieder stärker ins universitäre Blickfeld: indiesem Jahr wird Rudolf Meringer( 1859-1931) von Wien nach Grazberufen. Im Verlauf der kommissionellen Beratungen über den Sprach-wissenschafter und Indogermanisten Meringer war zwar betont worden,daß er sich bisher mehr mit ethnographischen und volkskundlichen dennmit sprachwissenschaftlichen Themen beschäftigt hatte, doch wurde erdennoch mit der indogermanistischen Lehrkanzel betraut. Tatsächlich giltMeringer als einer der Väter volkskundlicher Hausforschung; man ver-gleiche dazu nur seine Aufsätze in den Mittheilungen der Anthropologi-schen Gesellschaft" über Haus und Hausrat- diese in den 80er und 90erJahren des vorigen Jahrhunderts erschienenen Beiträge sind erste Ausein-andersetzungen mit einem Bereich, der für die spätere Grazer Volkskundeprägend sein sollte. 1909 hat R. Meringer die speziell für die Sach- undGeräteforschung wichtige Zeitschrift Wörter und Sachen" mitbegründet( da sei nur auf den jüngst erschienenen Tagungsband des vom Institut fürGegenwartsvolkskunde der Österreichischen Akademie der Wissenschaf-ten veranstalteten gleichnamigen Symposions verwiesen). Für die Volks-kunde an der Grazer Universität wurde Meringer aber insbesondere durchdie Förderung seines Schülers Viktor( von) Geramb bedeutsam. Geramb( 1884-1958) studierte ab 1902 Geschichte und Geographie, promovierte1907 und legte im selben Jahr seine geographische Hausarbeit Dergegenwärtige Stand der Hausforschung in den Ostalpen" vor, die erzweifelsohne unter dem Einfluß Meringers verfaßt hatte. 1911 wurde