Heft 
54 (2019) 4
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4/2019

Das Museum als USEum

,, Ich bin ein Schneeballder ersten Stunde"

Ein Gespräch über Freiwilligen-arbeit am Museum

Ihr seid zum Teil seit mehreren Jahrendem Volkskundemuseum durch ein Ehren-amt als ,, Schneeball" verbunden. Werseid Ihr und wie seid Ihr ein Schneeballam Museum geworden?

Sissy Kovacs: Ich bin seit der ersten Stundedabei. Als ich in Pension gegangen bin,wurde ich Mitglied im Volkskundemuseum.Vorher war ich nicht einmal Besucherin.Erst mit der Pension habe ich gedacht,Volkskunde interessiert mich, da könnteich mich engagieren. Vorher hatte ichdazu keine Zeit. Als ich dann Mitglied war,hat sich nach kurzer Zeit der Lehrgang fürfreiwillige MitarbeiterInnen ergeben. Seitherbin ich dabei.

Irmgard Kaffl: Ich war Restauratorin beimBundesdenkmalamt und kannte von daherdie Werkstätten und natürlich das Museum,auch den Restaurator. Ich bin aber seltenher gekommen. Als ich in Pension war,wollte ich mich ehrenamtlich engagieren.Durch Zufall habe ich in einem Aufruf inder Gratiszeitung Heute gelesen, dass dasVolkskundemuseum Freiwillige aufnimmtund habe mich beworben. Ich weiß schongar nicht mehr, wie lange ich dabei bin.Sieben Jahre sind es sicher schon. Die Zeitvergeht hier ganz schnell.

Dorli Lehner: Ich bin auch ein Schneeballder ersten Stunde, aus dem ersten Kurs.Ich war vorher schon Vereinsmitglied.Anlässlich der Pensionierung habe ichdie ehrenamtliche Tätigkeit begonnen.Mir haben der Kurs und die verschiedenenVeranstaltungen sehr gut gefallen.

Eva Polsterer: Ich glaube, es ist jetzt meinviertes Jahr hier und ich bin eher zufäl-lig ein Schneeball geworden. Damals gabes diese sehr liebe kleine Ausstellung zuPoesiealben[ Anm.: Denk an mich! Stamm-bücher und Poesiealben aus zwei Jahrhun-derten, 5.5. bis 22.11.2015]. Ich hatte zuHause die Poesiealben meiner Mutter. Ichdachte, niemand wird sich nach mir dafürinteressieren und habe sie der KuratorinNora Witzmann für die Sammlungen über-geben. Claudia Peschel- Wacha, die Leiterinder Schneeball- Lehrgänge, hat michkurzerhand gefragt, ob ich beim nächstenKurs mitmachen wollte. Und ich wollte!Werner Rupp: Ich bin ein junger Schnee-ball. Ich bin erst seit Herbst des vorigenJahres dabei. Ich habe nach meiner Pensio-nierung Europäische Ethnologie im Bache-lor studiert und danach eine ehrenamtlicheTätigkeit gesucht. Auf der Homepage desMuseums hatte ich gelesen, dass es dieSchneebälle gibt und dann habe ich sehrbald begonnen, mitzumachen.Eva- Marina Strauß: Ich bin noch nicht solange Schneeball. Ich bin spontan dazugestoßen und finde es super nett. Ichhabe einen Vollzeit- Job, aber ich versu-che immer, mich nebenbei ehrenamtlichzu engagieren. Ich habe Theaterwissen-schaft mit einem Museologie- Schwerpunktstudiert. Museen haben mich immer schoninteressiert und dieses Haus kannte ichvon einigen Veranstaltungen. Ich weiß, dasses ein offenes Haus ist und das sagt mirsehr zu. Als ich angeklopft habe, bin ichgleich herzlich aufgenommen worden.Ich erlebe im Volkskundemuseum ein gutesMiteinander und bin gerne ein Teil davon.

Was sind Eure Tätigkeiten im Museum?Sissy Kovacs: Nachdem ich früherunterrichtet und mit Kindern gearbeitet

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