4/2019
WAU
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ein MuseumsHundgang
Schaufenster
Haben Sie sich schon einmal gefragt, wasein Hund im Museum macht? Er erforschtgemeinsam mit Kindern das Museum. Dabeientgeht der bunten Truppe- bestehendaus Kulturvermittlerin, Hund, Frauchen,Kindern und Eltern- nichts, was in derDauerausstellung auf einen Hund hindeuten
könnte.
Das Volkskundemuseum Wien bot imRahmen des wienXtra- ferienspiel- Pro-gramms im August fünf Mal die Möglichkeit,einen Hund im Museum zu erleben. Justin,ausgebildeter Therapie- und Begleithund,kam mit seinem Frauchen ElisabethHofbauer. Die Kinder lernten im Museums-garten den Umgang mit Hunden und wiesie sich bei Begegnungen mit diesen Tierenverhalten sollten. Frau Hofbauer erklärteihnen u. a., was Schwanzwedeln bedeutet,wieso ein Maulkorb wichtig ist und dass ihrHund laufend eine Schule besucht. Außer-dem hat Justin eine Ausbildung zum Thera-pie- und Begleithund erfolgreich absolviertund darf daher Kindergärten, Schulenund Seniorenheime besuchen. Im Museumzeigte er den Kindern noch, welche Kunst-stücke er bereits gelernt hat und ließ sichgerne von ihnen streicheln. Nicht fehlendurften dabei natürlich seine Leckerlis,mit denen die Kinder ihn gerne belohnten.Zudem durften die jungen Museums-besucherinnen die Dauerausstellung aufHundeabbildungen und-darstellungenhin durchforsten: Wo sind in den RäumenHunde„ versteckt"? Wer findet mehrDarstellungen? Sie beschäftigten sich mitden Fragen, welche Aufgaben Hunde früherhatten, wie und wo sie lebten, was siefraßen und wie sie gehalten wurden: DieKinder hörten Geschichten von Wölfen,
Besuchshund Justin im Museumsgarten.Foto: Agnes Hemmerle Volkskundemuseum Wien
Jagdhunden und Arbeitshunden unddiskutierten die vielseitigen Aufgaben desintelligenten Vierbeiners auf einem Bauern-hof. Dort diente er als Wachhund, Schafs-treiber und Spielhund. Natürlich durfteauch die Rolle des Hundes als Schoẞhünd-chen nicht vergessen werden.
Anschließend hatten die Kinder nochdie Möglichkeit, alte Objekte, die mitHunden zu tun hatten, anzuschauen undFragen dazu zu stellen. Beispielsweisewurden eine Pfeife, die mit einer Hunde-darstellung verziert ist, und ein altes,verblichenes Buch mit Hundeillustrationgezeigt. Zum Abschluss konnten dieKinder einen Hund aus Papier falten undbemalen, den sie als Erinnerung mit nachHause nehmen durften.
Agnes Hemmerle,
Volontärin im Juli und August
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