Heft 
54 (2019) 1
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1/2019

Schaufenster

Bis zur Identifizierung der Täterin wurdenrund 100 der über 900 Teile umfassendenspätbarocken Jaufenthaler Krippe entwen-det, darunter die Hälfte der Paradeengelund etliche Requisiten wie der sieben-armige Leuchter und der Globus der Stern-deuter. Die Jaufenthalter Krippe wurde voreinigen Jahren komplett gereinigt, konser-viert und zum Teil auch restauriert. Dieswar durch ein Patenschaftsprojekt möglichgemacht worden. Unglücklicherweise sindetliche Objekte, die damals Patenschaftenfanden, vom Diebstahl betroffen.

Ein weiterer herber Schlag für dasMuseum ist der Verlust von rund 200 StückWallfahrtsmedaillen aus der großen Votiv-und Wallfahrtssammlung.

Einen Teil der Beute verkaufte dieTäterin über Handelsplattformen wie Ebayim Internet. Dass sie zuvor einen großenTeil der Objekte beschädigte, wiegt ausmuseologischer Sicht ungleich schwerer.Sie schnitt Teile ab, setzte sie anderszusammen und bemalte sie neu: aus einemEngel etwa wurde ein Teufel, aus demLeuchter eine Harfe. Auf diese Weise wurdeKulturgut teilweise unwiederbringlich zer-stört, das über Jahrhunderte im Museumaufbewahrt war. Wir sind bemüht, dieObjekte möglichst wieder in den ursprüng-lichen Zustand zu versetzen, dennoch sindsie eben nicht mehr original erhalten. DieRestaurierung fordert einen großen Einsatzvon Zeit und Geld und muss überwiegendvon externen Fachleuten durchgeführtwerden. Zudem konnte ein Teil der Objektebisher nicht wiedererlangt werden. DieBemühungen, Käuferinnen und Käufer aus-findig zu machen, laufen weiter.

Kathrin Pallestrang,

Kuratorin der Textil- und

Bekleidungssammlung

Broschüre und Film

zum Volkskundemuseum Wien

Eine Broschüre und Filmclips auf Deutsch,Slowakisch und Englisch geben neueEinblicke in die Geschichte des Garten-palais Schönborn und in das Werden desVolkskundemuseum Wien. Von der Bau-geschichte über die Prunkräume bis hinzum Museumsgarten spannt die Broschüreeinen Bogen von der repräsentativenFunktion des Gebäudes zu seiner heutigenNutzung als Museum. Als spekulative Wer-befilme stellen die Filmclips Ausstellungs-,Forschungs- und Vermittlungsprojektedes Museums vor: Fund oder Erfindung?

Finanziert im Rahmen des bilateralen EU- ProjektesTREASURES.. Schätze aus Zentraleuropa. Kultur.Natur, Musik( INTERREG SK- AT 2014-2020)Die Broschüre ist über das Museum zu beziehen:buchbestellung@volkskundemuseum.at

Das neue MuseumscaféHildebrandt

Am 8. Jänner eröffnet das Café Hilde-brandt, benannt nach dem Architektendes Gartenpalais Schönborn Johann Lucasvon Hildebrandt( 1668-1745). Das Café mitMuseumsgarten ist ein offener Ort für alleMuseumsnutzerInnen, Kaffee und Kulinarikladen zum Verweilen und Verköstigen ein.

Öffnungszeiten ab 8.1.2019:

Di bis So, 10.00 bis 18.00 UhrDo, 10.00 bis 20.00 Uhr

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