Schaufenster
54. Jahrgang
Schwerer Diebstahl ausder Jaufenthaler Krippe undweiterer Objekte
Vom Herbst 2017 bis Anfang Frühjahr 2018ist es im Volkskundemuseum Wien zumehreren Diebstählen gekommen, dieeine damalige Mitarbeiterin verübt hat. DieTäterin wurde identifiziert und am 4. Sep-tember 2018 im Wiener Landesgericht zueiner Haftstrafe von zwei Jahren, davonacht Monate unbedingt, und zu einerSchadenersatzzahlung von 100.000,- Euro,die das Museum jedoch bis auf weiteresnicht erhalten hat, verurteilt.
Die Richterin wertete den Vertrauens-bruch, den die Täterin als Mitarbeiterindes Museums begangen hatte, als beson-ders erschwerend. Diese hatte den ihr fürdie Durchführung von Spezialführungenanvertrauten Schlüssel mehrmals benützt,um in die Restaurierwerkstatt einzudringenund aus Depotboxen Objekte zu entwen-den. Außerdem stahl sie Objekte, die sichvorübergehend zur Bearbeitung in denBüros der Kuratorinnen befanden. Eineerste Reaktion der Direktion auf die Dieb-stähle war der Austausch von Schlössernund die Definition von Zutrittsabschnittenfür alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.Inzwischen ist das gesamte Schließsystemdes Museums erneuert worden.
Diebstahl aus der Jaufenthaler Krippe, ÖMV 9628. Zahlreiche Objekte
wurden beschädigt, z.B. wurde ein Engel zu einem Teufel umgestaltet.Foto: Christa Knott Volkskundemuseum
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