Heft 
52 (2017) 3
Seite
14
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PASSAGE

Alles Ei!

bis 4.6.2017

DIE

CUTE

der

STOLLWERCKFabrikareist durch 27HOF- DIPLOMEanerkannt

Christa Knott Volkskundemuseum Wien

Es muss nicht immer ein bemaltes Hühnereisein. Die gezeigten Stücke bieten einen Einblickin die Vielfältigkeit der Materialien und Verzie-rungstechniken der umfassenden Ostereier-sammlung des Volkskundemuseums Wien.

Hühner-, Enten-, Gänse- und Straußeneier,bunt bemalt, gekratzt und gebatikt sind rundum die Osterzeit in der öffentlichen Passage imVolkskundemuseum Wien zu sehen. Der Bogenreicht von regional unterschiedlichen Hand-werkserzeugnissen bis hin zu künstlerischenEinzelstücken.

Das Ei ist nicht nur Begleiter am Frühstücks-tisch. In der Kulturgeschichte des Menschenwurden ihm viele unterschiedliche Bedeutun-gen, Symboliken und Funktionen zugeschrie-ben: als Sinnbild des Lebens, als Zaubermitteloder Liebesgabe.

Seit wann und warum Eier zu Ostern gefärbtwerden, ist nicht eindeutig nachvollziehbar. ImMittelalter wurden Eier vor allem rot gefärbt. Inder Zeit der Gegenreformation mehren sich dieBelege für bunte Eier.

Sicher aber ist: Zu Ostern wurde immer schongeschenkt Ziereier aus Glas, Fayence, Holz,Bein oder Porzellan. Ganze Candy Container inForm von Osterhasen oder Eiern für Süßigkeitenkamen im 19. Jahrhundert als Ostergeschenke inMode. Beispiele aus dem 20. Jahrhundert bein-halten seriell hergestellte Hohlfiguren aus Scho-kolade in Folie verpackt.

Ein österlicher Spaziergang durch drei Jahrhun-derte Ostereiersammlung im Volkskundemuse-um Wien.

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52. Jahrgang