Heft 
58 (2023) 2
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AUSSTELLUNGEN

Queer Museum Vienna@ VKMHistory Hustory*/ Museum derSelbstfürsorge

Eröffnung: Fr, 2.6.2023, 19.00 UhrSa, 3.6. bis So, 20.8.2023

Wie sammelt man das sich Entwickelnde,Transgressive, Unbequeme und Beunruhi-gende? Wie präsentiert man das Vermissteund das Verlorene? Wer hat die Macht undwer hat das Recht? Wer entscheidet, waslegitim ist?

Um zu verstehen, dass Trans*-Ge-schichten, Unterwerfung, Widerstandgegen Heteronormativität und patriarchaleHerrschaft im Fluss sind, suchen wir nachWegen, den Mangel an Materialien, die überTrans- Leben und-Erfahrungen berichten,zu überwinden. In Zusammenarbeit mit demVolkskundemuseum Wien und eingeladenenKünstler* innen, Aktivist* innen und Artivist* in-nen werden wir mit einigen Objekten undEphemera aus den Sammlungen arbeiten,um Mikrogeschichten von Trans*-Repräsen-tationen zu erkennen. Gleichzeitig wollenwir eine kreative Kampagne starten, umeinige der komplexen Lebensrealitätenund Erfahrungen von Trans*-Personen imöstlichen und südlichen Teil Europas zubeleuchten.

Anhand von Fakten, Fiktion und Gerüch-ten werden wir einen temporären Schreinerrichten, der mit Workshops, Versammlun-gen, Lesungen, Musik und Installationen demCrossover gewidmet ist.

Das Programm wird von der Budapester Kuratorin LíviaPáldi und dem Künstler DIYer Nat Schastnev gestaltet.* Der Titel ist teilweise inspiriert von Pronoun Show-down, Poster und digitale Grafik, 2015. Mit freundlicherGenehmigung von Motha- Museum of TransgenderHirstory and Art

Quelle: www.motha.net/posters

Die Dauerausstellung

Die neue Schausammlung" ist der Momentder institutionellen Ankunft, der Selbstverge-genwärtigung des Museums, das ideelle Zielmusealer Sammlungen. Im Volkskundemu-seum Wien kam man zuletzt im Jänner 1994an. Mit der Eröffnung der neuen Schau-sammlung ging eine mehr als zehn Jahredauernde Phase von Bautätigkeiten, Erwei-terungsideen und alternativen Standortüber-legungen zu Ende.

Präsentiert wurde eine deutliche Ent-koppelung der Objekte von erwartbarenKonzepten wie Regionalität, Technik oderChronologie. Diese Dekonstruktion volks-kundlichen Erzählkanons- gerade auch inder Ausstellungsarchitektur- rief zahlreichegegenläufige Reaktionen hervor.

Diesem Gestaltungsansatz kam einelange Haltbarkeit zu, wie sich aus heutigerSicht mehr als 25 Jahre später- zeigt.Die nach wie vor existierende Schausamm-lung eignet sich in ihrer abstrahierendenund reflektierenden Konzeption nach wievor als Diskursraum.

Vermittlungsangebote nutzen die Schau-sammlung, um Forschungsaktivitäten trans-parent zu vermitteln: Die Küsten Österreichs,die Provenienzforschung im Museum unddas Soja- Forschungsprojekt stehen jeweilsin engem Bezug zur Schausammlung undzeigen ihre Potenziale und Grenzen auf.

Das Begleitbuch zur Schausammlung ist in denOnline Publikationen kostenlos downloadbaroder über das Museum zu beziehen:buchbestellung@volkskundemuseum.atHörgang zur Schausammlung:

www.audio.volkskundemuseum.at