Heft 
55 (2020) 2
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2/2020

Schaufenster

einfach Scherbenhaufen. Zuerst reinigt mansie, dann beginnt die Puzzlearbeit. Wennman passende Teile findet, klebt man sieprovisorisch zusammen von außen- undgeht so weit man kann. Danach kommtder permanente Kleber, der wasserlöslichist falls noch ein fehlendes Teil dazu-kommt oder das Ei sich verformt, kann manes später noch ändern. Man nimmt kleineStücke säurefreies Seidenpapier, legt siekurz in dickflüssigen Kleber und benutzt sieum die Eierscherben zusammenzuhalten,wie ein inneres Pappmaschee.

Es kommt oft vor, dass die Eier nichtvollständig sind, diese Fälle sind einfacher,dann kann man durch das bleibende Locharbeiten. Wenn alle Teile da sind oder dieLöcher zu klein sind, setzt man zuerst beideEierhälften einzeln zusammen, dann nimmtman wie im Fernsehprogramm- einenTeil, lässt die klebrigen Papierstückchen vonder Kannte überlaufen und setzt dann diezwei Hälften zusammen. Als letzten Schrittfixiert man die zwei Teile auch von außenund lässt das Ei einen Tag lang trocknen.Danach kann man den provisorischenKleber entfernen. Wie lange der Prozessdauert, hängt davon ab wie kaputt undempfindlich das Ei ist. Es kann zwischeneiner halben und drei Stunden dauern.

Die fertigen Eier werden dann wieder indie Sammlung einsortiert und warten dortauf weitere Bearbeitung.

Barbara Varga, Schneeball in

der Ostereiersammlung

Im Nachrichtenblatt 2/2019 stellte die KuratorinNora Witzmann die Ostereiersammlung und

das laufende Projekt vor:

www.volkskundemuseum.at/onlinepublikationen

Noa& Snow: Das Museumwird zum poetischen Raum

Das Projekt Noa& Snow bot im Februar2020 die Möglichkeit, alltägliche Texte zuschreiben, während sich um das Publikumeine choreografische Performance ent-wickelt. Für mich haben die Bewegungs-abläufe des Körpers stark auf die ThemenPartnerschaft und Liebe angespielt undsie mit aktuellen Themen der Gesellschaftverbunden: gleichgeschlechtliche Liebe,Kritik am Neoliberalismus und Kapitalis-mus. Während wir die Performance auf unswirken ließen, bestand der Auftrag, etwasin ein selbst gestaltetes Notizbuch einzu-tragen. Am Anfang fiel mir das schwer, nachden ersten fünf Minuten klappte es aberwie von selbst. Die Ruhe, die die beidenTänzerinnen in ihrer Performance ausstrah-len, hat mich sehr inspiriert. Ich wurderichtig mitgerissen und habe über mich undmeine Arbeit nachgedacht. Es war eine sehrspannende Erfahrung.

Katrin Prankl, Kulturvermittlung

Ein Projekt von Alix EynaudiWeitere Termine im Juni 2020

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