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schreibt M. Kuschnerowitsch in seinen Erinnerungen ausfür Frauen gabes einen Pflichtkurs in Näharbeiten sogar im SmolnyjInstitut; Damenmagazine der Vorrevolutionsjahreversprachen, daß» bei Kenntnis der Weißnäherei( Englische Naht, Plattstickerei, Richelieu) zwei fleißigeHände die prächtigste Wäsche zu schaffen imstandewaren, und nicht nur durch Spezialisten, sondern auchvon Amateuren. Unter den Weißnäherinnen, die in den1920er und 1930er Jahren zu Hause arbeiteten, konnteman tatsächlich ehemalige Schauspielerinnen,Professorengattinnen und Gymnasiallehrerinnen treffen.
dieser Zeit. Das ist nicht verwunderlich
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Erst in der Nachkriegszeit entdeckte die sowjetischeLeichtindustrie die Frau. Die Ursache hierfür ist mehr alsprosaisch: Die demographische Verzerrung durch denKrieg machte das weibliche Geschlecht zurbestimmenden wirtschaftlichen Einheit. In der UdSSR derNachkriegsjahre leisteten mehr als 80% der Frauengemeinnützige Arbeit( vor dem Krieg 50%). Die Frauenbrauchten nun Wäsche- schön und warm. Die staatlicheIndustrie fabrizierte wie früher Pantalons, Hemden undNachthemden, Unterkleider und Büstenhalter, aber dieseseltenen Waren überraschten nun durch die Vielfältigkeitder Schnitte. Hemden wurden mit Trägern und rundemAusschnitt genäht; die Unterkleider wurden nun nichtmehr nach dem Vorkriegsmodell» Säckchen- und- ein- paar-Nähte<< hergestellt, sie waren mit abgeschnittenemVorderteil, eingeschnittenen Seitenteilen,Seitenzwickeln, abgeschnittenen Falbeln usw. Manstellte sie oft aus Trikotstoff her, aus Seiden- Viskose-oder plattiertem Trikot, einem Baumwoll- Kunstseide-Gemisch. Büstenhalter wurden nun durchgehendgeschnitten, mit Abnähern, mit eingenähten Körbchenoder mit zweiteiligen Körbchen genäht. Die Pantalonsnähte man jetzt mit Seitenschlitzen, Leisten undKnöpfchen. Es erschienen zuerst Badeslips und dann