Pietà unter dem Kreuz, an dem die Tücher hängen,
Holz, geschnitzt und gefaßt,
Tauferer Tal, Südtirol
unendlich vielen Hausbildern, insbesondere in Nord- und Südtirol, desgleichenin vielen Kirchen und Kapellen, auf Bildstöcken und bäuerlichem Mobilar, alsDekor auf Krügen und anderem Hausrat.
Die oben bereits erwähnte Pietà, das Vesperbild, wurde Kultobjekt in MariaTaferl, Maria Dreieichen, Maria Lanzendorf und im ebenfalls überregionalbedeutenden Südtiroler Wallfahrtsort Maria Weißenstein sowie in vielen ande-ren Marien- Wallfahrtsorten; das Gnadenbild am Pöstlingberg bei Linz trägtzwar den Titel ,, Sieben Schmerzen Mariä", ist aber ebenfalls eine Pietà, wobeiMaria ein Schwert durchdringt.
Ähnlich wie bei der Mariahilf wurden Filiationen des Gnadenbildes Maria mitdem geneigten Haupt bedeutender als das Original. Das 1610 in Rom aufge-fundene Bild kam 1632 nach Wien( seit 1901 in der neuen Karmelitenkirchein Wien- Döbling), seine Landshuter Kopie fand nicht nur in Bayern, sondernauch in Oberösterreich stärkere Verbreitung. Zu diesem Typus zählt auch- sei-tenverkehrt das Gnadenbild von Absam bei Hall in Tirol( wunderbare Erschei-nung des Marienbildes in einem Fensterglas). In Landshut hat man auch vielmehr als in Wien auf Propaganda für dieses Heiligtum gesetzt. Viele tausend,zumeist am Gnadenbild berührte Wallfahrtsbildchen wurden in aller Welt ver-breitet, zumeist mit der Beifügung ,, Erzeige dich als Mutter" oder so ähn-lich.24
201