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Hilf Himmel! : Götter und Heilige in China und Europa
Entstehung
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gerammt, so daß sie ein X bilden, oder die Schädel der geopferten Büffel andem Mittelpfosten der Vorhalle des Hauses aufgehängt oder andere dasBüffelopfer symbolisierende Ehrenmäler für den noch lebenden Veranstalteraufgestellt. Die Feste können nur von reichen Personen, Mitgliedern derHäuptlings Glossar ::: zum Glossareintrag Häuptlings- oder der Aristokratenschicht veranstaltet werden. Um die ganzeSerie zu durchlaufen, braucht man Jahre. Solche Veranstaltungen, die denZweck verfolgen, den sozialen Status des Festgebers zu erhöhen, nennt manin der Sozialanthropologie Verdienstfeste". Dabei erhält der Festgeber,, einen Titel oder Rang mit äußeren und bleibenden Zeichen gewachsenenSozialprestiges. Dabei kann es sich um Schmuckstücke oder andere Würdezeichen, Steinsetzungen oder Opferpfähle( z. B. sogenannte Gabelhölzer)[ bzw. das Recht an seinem Haus bestimmte Arten von Verzierungen anzubringen] handeln. Am auffallendsten ist die festliche Handlung selber, einegroßartige, mit überwältigender Freigebigkeit durchgeführte Feier, an derdie gesamte Öffentlichkeit regen Anteil nimmt. Diese Verdienstfeste steigernsich von Stufe zu Stufe in einer ganzen Serie aufeinanderfolgender Veranstaltungen mit immer kostspieligeren Ausgaben, so daß der Spenderschließlich einen hohen Rang einnimmt, aber auch völlig verarmt sein kann.Deshalb sind Pausen zwischen den verschiedenen Rängen der Verdienstfest-Serie einfach eine ökonomische Notwendigkeit, zumal die Verpflichtungenund der Kreis der Gäste immer größer werden."( Kubitscheck 1984: 184):Die Statuserhöhung vollzieht sich also in einer Weise, die der sozialen Differenzierung nicht unbedingt förderlich ist."( ebda, 183).

Anlässe für Opferfeste: Krankheit, Geburt; Heirat, Tod, Bezug eines neuenHauses, Krieg, Jagd, Fischen, Schneiden und Brennen der Taungyas( Brandrodungsfelder), Aussaat, Ernte etc.

Rituelle Regulation der Landwirtschaft: Der gesamte landwirtschaftliche Produktionsprozeß wird von Riten begleitet. Beispielsweise muß vor der Aussaat dem Erdgeist Ka- Nat ein Opfer dargebracht werden. An den darauffolgenden Feiertagen darf nicht gearbeitet werden. Danach bestimmt derTumsa( Leiter der Opferung), wann welcher Haushalt mit der Aussaat beginnen muß. Später darf dann erst geerntet werden, nachdem den Erstlingsfrüchten und den jeweiligen Haus- Nats geopfert wurde( Heine- Geldern1914: 157-162)

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