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Hilf Himmel! : Götter und Heilige in China und Europa
Entstehung
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Kao gemacht hat, alle bösen Dinge aus dem Dorf vertrieben würden und daßdie Gesellschaft in der Folge die Fruchtbarkeit für das folgende Jahr wiederzurück erhält.

Dies ist allem Anschein nach das wichtigste Ritual der Miao in Guangxi. DiesesRitual muß jedes Jahr durchgeführt werden( vgl. LeBar 1974: 70-71; Bernatzik1947, Bd. 1: 204-207).

Ein interessanter Brauch, der sowohl bei den Miao Chinas wie auch bei denHmong Thailands vorkommt, ist das Vergraben der Plazenta und Nabelschnurim Haus. Dabei sind es die unterschiedlichen, an die Söhne oder Töchtergerichteten Rollenerwartungen, die bestimmen, wo die Nachgeburt begrabenwird. Bei den Ch'uan Miao Chinas wird die Plazenta eines Knaben tief unterdem Hauspfosten, hingegen die eines Mädchens unter dem Haustor vergra-ben. Bei den Hmong Thailands wird die Plazenta des männlichen Kindes in derNähe des Mittelpfostens, die des weiblichen Säuglings unterhalb des Bettesder Eltern begraben. Die unterschiedliche Behandlung der Plazentas steht mitder Tatsache in Zusammenhang, daß der Knabe als Erwachsener im Haus blei-ben und die rituellen Kompetenzen des Vaters übernehmen wird, währenddas Mädchen nach der Heirat wegziehen und in einer anderen Familie Kindergebären wird. Dadurch daß die Hmong glauben, daß der Zentralpfosten dieStruktur und Geister des Hauses sowie die religiösen Symbole enthält, muß diePlazenta des Knaben, der als zukünftiger Haushaltsvorstand die rituelle Verant-wortung übernehmen wird, in nächster Nähe zu diesem plaziert werden. Alsgeeigneter Platz der Plazenta des Mädchens wird das auch bei Geburtenbenützte Bett angesehen( Graham 1937: 39; Geddes 1976: 53; Bernatzik1947, Bd. 1:48).

Die Miao- Frauen tragen bei den Festen ihren gesamten Silberschmuck, der das Familienkapital darstellt.

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