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Hilf Himmel! : Götter und Heilige in China und Europa
Entstehung
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Leute gehen auf die Felder und schlagen dabei die mitgebrachten Gongs bzw.Trommeln und blasen ein Büffelhorn. Nachdem der erste, der einen Froschgefunden hat, dies kundtut, umringt ihn sofort die aufgeregte Menge. Dar-aufhin verkündet man den Geistern durch drei oder sieben explodierendeKnallkörper, daß ein Frosch gefangen wurde. Die anderen Dorfleute beglück-wünschen denjenigen, der als erster einen Frosch gefunden hat und dadurchnach dem Volksglauben das kommende Jahr hindurch viel Glück und Erfolghaben wird. Der glückliche Fänger gibt den Frosch in ein Bambuskistchen undstellt dieses daraufhin in eine aus Holz und farbigem Papier hergestellte Sänf-te. Der die Zeremonie leitende Schamane fordert die Dorfbewohner auf, dasZhuang- Lied zu Ehren des Froschgotts zu singen. Dann tragen zwei jungeMänner, die von Gongs schlagenden Dorfbewohnern begleitet werden, dasKästchen mit dem Frosch zu dem außerhalb des Dorfes liegenden Tempelpavil-lon und stellen es dort an den Stufen, vor dem Tor ab. Am Abend kehren dieDorfbewohner zum Pavillon zurück und versammeln sich dort, um neben demHolzkistchen Nachtwache zu halten. Sie sind alle in fröhlicher Stimmung:Während die älteren Leute die Gongs und die Bronzetrommeln schlagen,führen die jüngeren zur Musik Frosch- und Bronzetrommeltänze aus. DieseGruppe junger Männer und Frauen singen die ganze Nacht hindurch Lieder.Die Festlichkeiten dauern bis zu dem Tag, an dem man das Froschkistchenbegräbt, d. h. mindestens jedoch drei bis fünf Tage. Während die einen dasBambuskistchen mit dem Frosch bewachen fangen die Kinder des Dorfes Frö-sche und gehen mit ihrem Fang zur Musik und den Trommelschlägen singendund tanzend durch das Dorf. An jeder Haustür machen sie Halt, um das

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Frosch- Lied" zu singen und dem Haushaltsvorstand viel Glück zu wünschen.Der Haushaltsvorstand erwidert dies mit Gaben bestehend aus Reis, zong- zi( gekochten, in Bambusblätter gewickelten riesigen Klebreiskuchen in Pyrami-dengestalt), Fleisch, gefärbten Eiern etc., die später dem Frosch geopfert wer-den. Tatsächlich wird jedoch nur ein kleiner Teil dieser Gaben dem Froschgeopfert, während der andere Teil unter den Kindern aufgeteilt und zu Hausegegessen wird. Die Zhuang glauben, daß vom Genuß dieser Opfergaben Kin-der stark und intelligent werden, Jugendliche ihre Gesundheit erhalten,während Erwachsene sich damit ein hohes Alter sichern.

Am Morgen des für das Froschbegräbnis ausgewählten Tages schlachtet derSchamane Hühner und Enten und stellt Klebreis in fünf Farben sowie fünf ver-schieden gefärbte Eier für das am Nachmittag geplante Ritual her. Zu einemvom Schamanen als günstig ausgewählten Zeitpunkt beginnt man am Nach-mittag damit, die Gongs und die Trommeln zu schlagen; Feuerwerkskörperwerden zu Ehren des Frosches angezündet. Die Jugendlichen tragen Maskenund tanzen, Frösche imitierend, zu den Klängen der Bronzetrommeln, Trom-meln und suo- na- Büffelhörner. Besonders eindrucksvoll sind die mit einem

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