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Hilf Himmel! : Götter und Heilige in China und Europa
Entstehung
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Aus einem Album des 19. Jh., Aquarell auf Seide

Opfer an die Ahnen werden am 1. und 15. des Monats dargebracht, sowiebei großen Festen wie Neujahr. Doch auch an den anderen Tagen des Jahresist es möglich, mit den Ahnen in Kontakt zu treten, um ihnen wichtige Anlie-gen zu unterbreiten. Dies kann im Wege von Opfern oder aber auch mit Hilfevon Orakeln geschehen. 55

Vermutet man aber einen Ahnen in der Hölle, so kann am 15. des 9. Mond-monats mit Opfern an Buddha seine Rückkehr zu einem besseren Daseinerwirkt werden. Voraussetzung ist, dass er bereits die Zeit von 7 Generationenin der Hölle abgesessen hat. 56

So ein Ahne eignet sich natürlich schlecht zum Beschützer der Familie, weil erselbst Schutz braucht. So erwählt man sich als Schutzgott des Familienober-hauptes solche aus dem Stammbaum, welche eine bedeutende Stellung ein-genommen haben und deren tugendhaftes Leben vermuten lässt, dass sie sichfür die erwünschte Funktion eignen. Vor allem südlich des Yangtse wurdenvon solchen Ahnen Skulpturen hergestellt, welche dann im Tempel ihre Weihe( Augenöffnung, über welche unter b mehr ausgeführt wird) erhalten und aufdem Hausaltar aufgestellt werden. Ein Beispiel dafür liefert eine Statue, wel-che im Besitz des Autors ist. Nach Öffnung eins Pfropfens am Rücken derHolzschnitzerei kamen Proben chinesischer Medizin und eine Widmungsschriftzu Tage. Der Verfasser der Widmung, ein gewisser Zhang Shaotang, hat im15. Jahr der Regierungsperiode der vorletzten Mandschu- Kaisers Guangxu beiAbt Luo Guoyi des Puhuasi Shima Sandu eine Statue und ihre Weihe bestellt.Es handelt sich dabei um den zweiten Sohn eines hohen Hofbeamten aus der

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