Bäuerliche Holzstatue Guanyins,Provinz Hunan
Mag in einer städtischen Wohnung vor einer feingliedrigen in der Porzellan-stadt Jindecheng hergestellten Guanyin Weihrauch verbrannt werden, soschnitzen chinesische Bauern oft selbst ein in seiner groben Form berührendesAbbild der ,, Gnadenreichen", wie es in der Abbildung zu sehen ist.Mit den daoistischen Göttern im selben Hause versteht sich Guanyin, über dieim Abschnitt 3 mehr zu lesen ist, sehr gut, denn im Laufe der Jahrhundertewurden buddhistische ,, Gottheiten" immer mehr sinisiert und mit daoistischenoder Volksgottheiten vermischt. So soll der daoistische Jadekaiser der ,, Fisch-korb- Guanyin", einer anderen Erscheinungsform des Bodhisattvas, einen Titelverliehen und sie als Schutzgöttin des Südmeers eingesetzt haben. 52So wie in den wiedererrichteten Dorftempeln zumindest zwei Statuen vorhan-den sind, welche im Volksmund alle Fo d.h. Buddha genannt werden, nämlichGuanyin und der Erdgott, teilen sich im Bauernhof buddhistische und daoisti-sche Bilder und Figuren die Verehrung der Bauernfamilie. Der Erdgott, derfrüher wegen seiner Nähe zur Erde- meistens als Holzschnitt unter demOpfertisch oder an der dem Hauseingang vorgelagerten„ Geistermauer"untergebracht war, spielt heute keine so große Rolle mehr. Er kommt in denheute hergestellten bäuerlichen Holzschnitten der Götterwelt seltener vor undin den privaten Antiquitätenmärkten gibt es alte Erdgottstatuen zu kaufen,was heißt, dass auf deren Besitz nicht mehr so viel Wert gelegt wird.Zudem muss man den Erdgott in seiner„ Spionfunktion", welche heutzutage
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