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Hilf Himmel! : Götter und Heilige in China und Europa
Entstehung
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Selbstmord, um die Früchte zu überbringen. Nach einer anderen Version, diein den berühmten Grotten von Dunhuang aufgefunden worden ist, trat derKaiser im Jenseits sehr arrogant auf und verlangte, dass man ihm dort huldige.Zui ist nach diesem Manuskript eine Person, welche sowohl im Dies- wie auchim Jenseits eine- nicht allzu hohe- Beamtenstelle innehat. Der Kaiser bestichtihn mit einem Gouverneursposten auf Erden und erhält dafür 10 extra Lebens-jahre.32

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Nepotismus- bis heute eine Herausforderung für die chinesische Administrati-on spielt auch in der Götterwelt eine Rolle. So wird der in seiner Kompetenzauf einem Haushalt beschränkte Herdgott über den Erdgott gestellt, welcherimmerhin über ein Dorf gebietet und bei dem andere Götter um Niederlas-sungsbewilligung ansuchen müssten, bevor sie in der Gegend einen Wohnsitzbegründen. Doch der Herdgott darf sich direkt zum Jadekaiser begeben, umihm Bericht zu erstatten. Warum? Er ist dessen jüngerer Bruder( nach andererAnsicht jüngster Sohn). 33

Aber auch der Jadekaiser hatte seine Achillesferse und war erpressbar. JedesKind in China kennt die Geschichte von Sun Wukong, dem Affenkönig, der-typisch für die heute noch virulente chinesische Titelsucht- mit seinem vomJadekaiser verliehenen Titel Großmeister der himmlischen Ställe nicht zufrie-den war. Erbost warf er den Thron des Götterchefs um und brach durch dasSüdtor des Himmels in Richtung seines Huaguo- Berges. Von dort erpresste erden Jadekaiser mit der Drohung, das himmlische Reich zu zerstören. Derkonnte sich nicht anders helfen, als den Affengott zum Großaufseher desHimmlischen Pfirsichgartens zu ernennen, wo jene Früchte wuchsen, welcheUnsterblichkeit verleihen. 34

Außerdem musste der Jadekaiser trotz seiner führenden Funktion im Götter-himmel zusehen, wie der chinesische Kaiser mit Rang und Titeln der chinesi-schen Götter nach Belieben verfuhr. Eine Orientierung in diesem Zusammen-hang liefert der vorher erwähnte Dongyue- Gott, welchem die mongolischePrinzessin Lu reichlich opferte, bevor sie sich zu ihren Gütern im Bereich derspäteren kaiserlichen Sommerresidenz Jehol begab. Sie spendete eine großeSumme Geldes, um für den Gott und seine Frau hinter der Haupthalle desTempels eine bequeme Schlafstätte zu errichten. Als der Mongolenkaiser Wen-zong 1328 den Thron bestieg, rief er die Prinzessin, die seine Schwiegermuttergeworden war, in die Hauptstadt zurück. Als die Prinzessin Peking erreichte,begab sie sich nicht sofort in ihre Residenz, sondern besuchte den DongyueTempel, um dem Gott ihren Respekt zu bezeugen. Der Tempel, welcher denNamen, Benevolente Gottheit des Ostgipfels" trug, wurde danach durch denKaiser betreffend die Schlafgemächer des Gottes um einen weiteren Titelbereichert: ,, Halle, welche die Tugend zum Ausdruck bringt."

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Als die Ming Kaiser ihre Dynastie begannen, verlor der Dongue Gott wie viele

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