z. B. die Seelen der Ahnen, 3. Xian oder shen- xian nenne man Menschen mitübernatürlichen okkulten Kräften. Sie haben die Fähigkeit durch die Luft zufliegen, ihre Seele nach Belieben von ihrem Körper zu trennen, um sich ineinem anderen niederzulassen, können gleichzeitig an verschiedenen Ortensein und ihre Lebensdauer beliebig verlängern. Sie haben eine Mittelstellungzwischen Menschen und Göttern inne und werden ähnlich wie die 14 Nothel-fer bei uns vom Volk verehrt. 4. Im Gegensatz zu den shen vertreten dieDämonen Gui das Prinzip des Bösen. Zu den Gui gehören auch die so genann-ten yao- guai. Durch extrem hohes Alter oder durch lange Einwirkung von Son-nen- oder Mondstrahlen oder durch frisches Blut können unbelebte Dingeeine Art Scheinleben führen.( S. 59- 61)
Wilhelm Grube hat in seiner Studie ,, Religion und Kultus der Chinesen", Leip-zig 1910, ebenfalls zum Problem Stellung genommen und führt aus, nachdemer die ,, 100 Geister" des chinesischen Sprachgebrauchs erwähnt hat:, Bei dieser Gelegenheit sei bemerkt, dass die chinesische Sprache für die bei-den Begriffe, Geist' und, Gott' keine verschiedenen Ausdrücke kennt: beidewerden durch das Wort Shen bezeichnet. So werden auch späterhin die durchden Buddhismus eingeführten indischen Götter des brahmanischen Pantheo-ns, die Devas, im Chinesischen mit dem Ausdruck, shen' bezeichnet." Unterden 100 Geistern seien nach der übereinstimmenden Ansicht aller chinesi-schen Kommentatoren die Geister oder Gottheiten des Himmels und der Erdegemeint.
Rein daoistisch seien die Xian, die Genien, von denen 5 Klassen unterschiedenwerden könnten:
1. Irdische, welche sich gerne im Gebirge aufhalten
2. Himmlische, welche auf den Gestirnen hausen
3. Menschliche- jene daoistischen Asketen, welche bereits höhere Stadienaber noch nicht die Unsterblichkeit erlangt haben.
4. Göttliche Genien, Shen- xian, die auf den Wunderinseln im Ostmeer leben5. Dämonen- Genien- Guixian, welche ein gespensterhaftes Dasein führen( S. 18, 104)
In einer neueren Abhandlung in dem von Donald S. Lopez herausgegebenenSammelband ,, Religions of China in Practice", Princeton 1996, beruft sich Ste-phen T. Teiser bei der Behandlung des Themas ,, The Spirits of Chinese Religi-on", auf alte chinesische Wörterbücher und meint zum vorliegenden Problem,Shen bedeute Geist oder Gott. Es handle sich nach traditioneller chinesischerMeinung um die Geister des Himmels, welche die 10.000 Dinge hervorbrin-gen.( S. 35)
Befragt man das 1981 in Shanghai herausgekommene Religionslexikon Cong-jiao Zidian, dann erhält man folgende Antworten: die Shen hätten sich mit der„ Alle Götter des Himmels und der Erde" in daoistisch- buddhistischer Mischung,Neujahrsholzschnitt aus Kaifeng
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