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Herdgott und Habergeiss : Leben und Brauch in China und Österreich ; ein Vergleich in Bildern und Sachen ; Begleitveröffentlichung zur Sonderausstellung Wien
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DIE

BAUERNMALERINNEN

DES DORFES

WANGXIA- CUN

Gerd Kaminski/ Zhang Hongbin

Das Wangxia- Dorf liegt 100 km östlich von Shijiazhuang, Hauptstadt der Pekingumgebenden Provinz Hebei. In 832 Familien leben 3481 Einwohner.' Nicht nur im Wangxia-Dorf, sondern im gesamten Kreis Xinji hat die Volkskunst schon seit der Ming- Dynastie( 1368-1644) eine lange Tradition. Berühmt waren die Scherenschnitte, Stickereien, Stoff-drucke, Teigfiguren, Neujahrsbilder und Malereien der Gegend.² Der gesamte Kreis umfaßt951 km² mit einer Bevölkerung von 530.000.3 Fünfhundert davon können zu Vertretern derlokalen Bauernmalerei gezählt werden.

Im Wangxia- Dorf haben sich 1981 über dreißig Frauen zu einem Malstudio zusam-mengeschlossen. Daß es sich dabei ausschließlich um Frauen handelte, entspricht einemallgemeinen

Trend in der chi-

nesischen Bau-

ernmalerei. Der

chinesischeKunstkritikerMa Ke verweistdarauf, daß auchin den bisher be-kannteren Zen-tren der chinesi-schen Bauern-malerei

in

Huxian( Provinz

Shaanxi),

Jinshan( in der

Nähe

von

Shanghai) undYijun( Provinz

Shaanxi) sichunter den Künst-

Kreis Xinji

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