o. Braut
Lüften, der goldene Hahn bricht in Tränen aus, wenn erden Hund sieht, erblickt die Schlange den Tiger, so fühltsie einen Messerstich"> 22
Früher verlobte man die Knaben im Alter von 12 Jahren undheirateten sie schon mit dreizehn oder vierzehn. Im allgemeinensuchte man ihnen Mädchen aus, welche etwas älter waren. Bis indie Zeit der vierziger Jahre hinein war man in China im Alter vonachtzehn Jahren meistens schon verheiratet. 23 War die Verein-barkeit des Jahreszeichens und nicht zuletzt auch der Zeichen imNamen des Brautpaars gegeben- kein Bräutigam mit demElement für Holz im Namen konnte ein Mädchen freien, welchesdas Element für Feuer in ihrem Namen trug- dann konnte man eswagen, die Ahnen von den Absichten der Familie zuinformieron. Im Hause des Knaben wurde eine schriftlicheNachricht drei Tage lang vor die Seelentäfelchen der Ahnengelegt. Gab es während dieser drei Tage Streit im Haus oder gingetwas in die Brüche, so bedeutete dies ein schlechtes Omen. Gabes hingegen keine unglückverheißenden Ereignisse, so konnteman sich von der künftigen Verbindung Harmonie verspre-chen.24
Waren dann die Kinder herangewachsen, so schickten dieEltern des Bräutigams drei Jahre hindurch der Braut zu den dreiwichtigsten Festen des Jahres( Neujahr, Drachenbootfest, Mond-fest) Geschenke, um sie unter anderem daran zu erinnern, daß siean die Komplettierung ihrer Aussteuer denken möge. Im Jahr derHochzeit teilten dann die Eltern der Braut einen erwünschtenMonat mit, damit die Eltern des Bräutigams innerhalb dieser Zeitspanne durch denAstrologen einen Glückstag aussuchen lassen konnten. 25 Zu einer traditionellen Hochzeitgehörten drei Hauptsachen und sechs Zeremonien. Hauptsachen waren der Heiratsvertrag,
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p. Brautzug
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