Druckschrift 
Herdgott und Habergeiss : Leben und Brauch in China und Österreich ; ein Vergleich in Bildern und Sachen ; Begleitveröffentlichung zur Sonderausstellung Wien
Entstehung
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Hündinnen wurden aus dem Hause verbannt, da sich die werdende Mutter nicht an denjungen Hunden" verschauen" sollte. Schwangere sollten vor ihrer Niederkunft kein leben-des Wesen töten, keine Trauerkleider sehen, sich am Abend nicht der Dunkelheit aussetzenund im Süden keine Kruste von den Töpfen kratzen( damit sich in ihrem Leib der Fötus nichtlöse).³

Bevor das Kind auf die Welt kam, verließen Männer und unverheiratete Frauen das

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j. Münzschwert und Münzamulette

Haus, denn eine Geburt galt als" unrein". In Nordchina wurden aus diesem Grund sogar dieSpiegel verhängt. Für ganz China traf zu, daß eine Wöchnerin einen Monat lang das Hausnicht verlassen durfte, um den bösen Mächten keine Zugriffsmöglichkeiten zu bieten. Dieungleichen Startchancen für Knaben und Mädchen wurden früher gleich nach der Geburtzum Ausdruck gebracht, indem die Knaben Jadegegenstände und die Mädchen Dachziegel- zum späteren Beschweren der Spindel- geschenkt erhielten.4

Von besonderer Bedeutung in ganz China istauch das Fest des ersten Bades am dritten Tag nach derGeburt. Im Süden bringt die Mutter der Wöchnerinrote Eier mit, welche in das Badewasser gelegt wer-den. Verwandte kommen zu einem Festessen. Ausdem Norden ist überliefert, daß am Tag des erstenBades ein Altar mit den Bildnissen der neunMuttergottheiten aufgestellt und beim Ziegelbett einHolzschnitt mit einer Darstellung von" Bettmutter undBettvater" angebracht wird. Traditionelle Opfer fürdie Muttergottheiten sind drei Teller mit Kuchen, fürBettmutter und Bettvater Reis mit drei Räucher-stäbchen. Vor dem Beginn der Waschung schlug derVater den Gong am Hausaltar und opferte Weihrauch.

Nach der Waschung wurden die Bilder der hilfreichen k. Bettvater und BettmutterGottheiten verbrannt und sie so in den Himmel gesendet.

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