F. MENSCHENGESTALTIGES GERÄT
25. Kleien kotzer
Geschnitzte und farbig bemalte hölzerne Mahlgangsöffnung. Mascaronmit aufgerissenen großen Augen und weit geöffnetem Mund. AlsKleienkotzer einstmals an einer Mühle in der Nähe von Wolkensteinin Südtirol verwendet.
Südtirol, 17. Jahrhundert.
h= 42 cm
Inv.-Nr. 17.028
Lit.: Schmidt, Volkskunst in Österreich( Wien 1966). Abb. 94.
26. Bank halter
Geschnitzte und farbig gefaßte Holzfigur, angeblich figuraler Unter-satz für einen Klapptisch, wie er in den deutschen Alpenländern ander Hauswand üblich war. Der grob geschnitzten Figur mit dem großenKopf, die mit der linken Hand die Platte der Bank oder des Tischesmitzustützen scheint, fehlen die Beine. Das Männlein trägt eine Artvon Hanswursttracht mit offener Jacke, Hosen mit Hosenträgern mitdem geöffneten Hemd, das deutlich den Kropf zeigt. Auch der umlau-fende Bart gehört zur Hanswurstdarstellung etwa zur Zeit Stranitzkys.Vielleicht Salzburg, frühes 18. Jahrhundert.
h= 49 cm
Lit.: Schmidt, Bauernmöbel( Wien 1967). Abb. 5.
27. Mohnstampfer mit Stößel
Inv.-Nr. 31.998
Mörser aus einem stehenden Stück Nadelholz geschnitzt, von oben hertief( 64 cm) ausgehöhlt. Der Stößel mit menschengestaltigem Aufsatz:Auf dem an der Spitze mit einer Eisenkappe versehenen Schaft sitztein Sockel in Form eines umgekehrten Pyramidenstumpfes, auf demein vollplastisch geschnitzter Mann mit drei kugelförmigen Halskröp-
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