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FamilienFOTOfamilie : Begleitbuch zur Jahresausstellung 2000 im Ethnographischen Museum Schloß Kittsee vom 16. April bis 5. November 2000
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Aufbewahrung und Pflege von( Familien-) Fotografien

Andreas Gruber

Fotografien existieren schon seit mehr als 160 Jahren. Im Gegensatzzum 19. Jahrhundert ist das Fotografieren heute sehr einfach gewor-den und nicht mehr aus dem Alltagsleben wegzudenken. Viele derfrühen Fotografien wie Daguerreotypie, Ambrotypie oder Ferrotypiesind Unikate, jedes für sich einzigartig, da es in der Frühzeit nochkeine Negative gab, von welchen beliebig viele Abzüge hergestelltwerden konnten. Aber auch ein Großteil der Fotografien aus derspäteren Zeit, die schon von Negativen hergestellt wurden, müssenheute als Unikate eingestuft werden. Da es üblich war, die Negativezwecks weiterer Nachbestellungen beim Fotografen zu verwahren,existieren wohl selten Negative zu den entsprechenden Familien-fotos.

Damals wie heute aber waren die meisten Familien damit konfrontiert,sich mit der Aufbewahrung der Fotografien ihrer Lieben auseinandersetzen zu müssen.

Ungeachtet des Unikatcharakters mancher Fotografien stellen für diemeisten Personen die historischen und neueren Familienfotos einenpersönlichen Wert dar. Umso größer ist oft die Enttäuschung, wennzum Beispiel im Fall eines Wasserrohrbruchs die Fotografien Scha-den erleiden und von der Versicherungsgesellschaft mitgeteilt wird,daß diese Familienfotografien nur Liebhaberwert besitzen und somitkein Schadensersatz geleistet wird. Die Ausnahme bilden Foto-grafien von berühmten Fotografen oder die Abbildungen von berühm-ten Persönlichkeiten.

Um Situationen wie diese zu vermeiden, ist es am besten, sichGrundkenntnisse für Umgang und Lagerung von Fotografien anzu-eignen. Deshalb seien an dieser Stelle nützliche Tips und Informa-tionen zu Umgang mit sowie Aufbewahrung und Haltbarkeit vonFotografien gegeben.

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