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FamilienFOTOfamilie : Begleitbuch zur Jahresausstellung 2000 im Ethnographischen Museum Schloß Kittsee vom 16. April bis 5. November 2000
Entstehung
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Familie in Bewegung

Amira Bibawy und Veronika Plöckinger

Idee und Anliegen

Das Schulprojekt Familie in Bewegung stellt eine Kooperationzwischen dem Ethnographischen Museum Schloß Kittsee, der Lomo-graphischen Gesellschaft und mehreren Schulen im Burgenland darund involviert Schülerinnen und Schüler im Durchschnittsalter von 14Jahren. Idee und Anliegen des Projektes ist die Motivation vonJugendlichen zur kreativen und spielerischen Auseinandersetzungmit der eigenen Familie. Mit den künstlerischen Mitteln der Fotografiesollen die Schüler ihr unmittelbares Umfeld unter die Lupe nehmenund es so wiedergeben, wie es sich für sie darstellt. Das Projekt stellteine Möglichkeit für junge Menschen dar, die heutige Bedeutung undDefinition der Familie selbst zu dokumentieren.

Lomographie

Für diese Auseinandersetzung mit einem wichtigen Lebensbereicheignet sich die Philosophie der Lomographen wunderbar. Die Lomo-graphische Bewegung 1992 von drei österreichischen Studenteninitiiert und heute ein internationales Netzwerk mit über 100.000Mitgliedern und lomographischen Botschaften in zahlreichen Welt-städten( London, Tokio, Rom, Kairo, New York, Sydney, Sao Paolousw.) hat sich zum Ziel gesetzt, die herkömmliche Kunstform derFotografie zu einer Lebensform zu erheben. Die oberste Maximeheißt, viel Spaß am Leben zu haben, das eigene wie das fremdeLeben möglichst authentisch zu dokumentieren und die Gesichter,Stimmungen und Gegenstände so aus dem Augenblick herauszu-reißen und ins Gedächtnis hineinzuschreiben; ohne viel nachzuden-ken und vorherzubestimmen, alles Schöne, Lustige und Häßliche,was einem dabei unter die Augen kommt, abzuknipsen: ganz nah,ganz schnell und ganz viel. Was dabei herauskommt, ist ein Weltar-chiv der intensivsten, schrägsten, dramatischsten, bewegtesten,über- und unterbelichtetsten und witzigsten Fotokunstwerke der un-terschiedlichsten Menschen und ihrer vielfältigen Leben. Nicht dietechnische Perfektion der einzelnen Bilder ist gefragt, sondern dieKreativität im Auffangen der unterschiedlichsten Momente des All-tagslebens.

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