Abb. 2: Stützapparat, bei der linken Person Fuß des Kopfhalters sichtbar;Albuminabzüge um 1870, 11,2 x 16,4 cm, Sammlung Kabelka
von P. F. Voigtländer, wodurch die Belichtungszeiten je nach Helligkeitauf 5 bis 30 Sekunden verkürzt werden konnten.³ Die immer noch relativlangen Belichtungszeiten machten Halterungen und Stützkonstruktio-nen, welche hinter der abzubildenden Person zur Fixierung der Poseaufgestellt wurden, notwendig( Abb. 2).
Die Portraitobjektive der ersten Jahrzehnte besaßen außerdem einensehr begrenzten Tiefenschärfenbereich. Dies wurde ein Problem,wenn mehrere Personen, wie Familien, gleichzeitig abgebildet wer-den wollten, da man, genöthigt war, die Personen gewissermassenwie eine Heerde Schafe zusammenzudrängen, damit ja ihre Köpfein einerlei Ebene liegen'.4
Kameras für die Kollodiumpositive waren ähnlich gestaltet. Da Ferro-typien sehr lange am Markt waren, sind unterschiedliche Designs zufinden. Häufig waren Kameras mit mehreren Linsen zu finden, mit
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3 Eder, Josef Maria: Geschichte der Photographie( Vol. 1& 2). Verlag Wilhelm Knapp,Halle( Saale) 1932, S. 382-398.
4 Martin, Anton: Handbuch der gesammten Photographie mit besonderer Berücksich-tigung ihres Verhältnisses zur Wissenschaft, zur Kunst und zum Gesetz. SechsteAuflage, Verlag von Carl Gerold's Sohn, Wien 1865: Gruppenbilder, S. 419-420.