sucht, diesem Konstrukt Familie in seiner fotografischen Abbildungnachzuspüren und den Umgang mit Familienfotos, auch in Hinblickauf den produktiv/ kreativen Bereich, aufzuzeigen.
Anhand von Beispielen zeitgenössischer Fotografie aus der Öster-reichischen Fotogalerie am Rupertinum Salzburg wird das konven-tionelle Familienportrait abstrahiert und inhaltlich aufgelöst, um wie-derum den befreiten Blick auf die inneren Beziehungswelten zwi-schen Betrachter und Dokument zu ermöglichen. Der Tiroler RobertFleischanderl gestaltet extra für die Ausstellung einen Beitrag zudiesem Thema.
Auf seine Art abstrahiert sieht der Kölner Fotograf Uwe OmmerFamilien in aller Welt: Die hier gezeigten Fotografien stammen ausdem 1996 in Europa gestarteten, 1997 in Afrika und 1999 in Asienfortgesetzten Langzeitprojekt„ 1000 Families from the Year 2000",wovon einige Bilder vom Bundesministerium für Jugend, Umwelt undFamilie angekauft wurden. Ommer setzte sich dabei zum Ziel, aufseinen Reisen in vier Jahren 1000 Fotos zu einem Familienalbum,, Planet Erde" zusammenzustellen. In jedem Land wählte er für seineBilder sorgfältig Familien aus, welche die Tradition, die sozialenVerhältnisse, die Familienstrukturen des Landes und die Zusammen-setzung der Bevölkerung widerspiegeln.
Einen wesentlichen Beitrag in dieser Richtung leisten auch Schülerinnenund Schüler aus der Region: Mit Hilfe der Lomographischen Gesell-schaft Wien setzen sich Jugendliche sowohl inhaltlich als auch kreativmit dem Themenkomplex Familie auseinander und stellen unter demMotto ,, Familie in Bewegung" ihre ganz persönlichen Familienportraitsher, woraus in der Ausstellung Fotowände zum Thema gestaltet werden.Dieses Teilprojekt sieht sich als work in progress und soll auch währendder laufenden Ausstellung weiter wachsen.
Das Ausstellungsprojekt ist auf breites Interesse und große Unter-stützung gestoßen. Allen Leihgeber/ innen und Förderern sei aufsherzlichste gedankt, sie alle haben die Ausstellung durch ihre Hilfeund Dynamik ermöglicht. Besonders hervorheben möchten wir Su-sanne Breuss, die einen Großteil des Fotomaterials aus ihrer Kollek-tion zur Verfügung gestellt hat, und Viktor Kabelka, dessen einmaligehistorische Material- Sammlung die Technikgeschichte dokumentiert.Außerdem danken wir dem Bundesministerium für Unterricht, Wis-senschaft und Kultur und der ERSTE Bank, dem Partner des Ethno-graphischen Museums Schloß Kittsee, sowie der BurgenländischenLandesregierung, Abteilung Kultur, für die besonders großzügigeUnterstützung dieser Ausstellung. Zuletzt noch ein Dankeschön anPetra Windisch, die gewissermaßen das Stichwort gab.
Matthias Beitl, Veronika Plöckinger
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