Druckschrift 
Albanien-Symposion 1984 : Referate der Tagung: "Albanien. Mit besonderer Berücksichtigung der Volkskunde, Geschichte und Sozialgeschichte" am 22. und 23. November 1984 im Ethnographischen Museum Schloß Kittsee
(Burgenland)
Entstehung
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Erziehungsinstituts in Österreich gekommen. 1902 wurde dies inWien zentralisiert( 61). 1908 entstand das Albanerkonvikt in Wien.Der Studienaufenthalt der Albaner in Österreich ging auch nach

1918 weiter.

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Von der Mittelschule bis zur Akademikerreife hielten diese diebesten Kontakte mit der Bevölkerung und hatten vielfach familiäreBedingungen Dutzende Wienerinnen nahmen in Albanien ihren stän-digen Aufenthalt-; so konnten die kulturellen Beziehungen derNachkriegsgeneration als gesichert gelten. Prominente Albaner wieEqrem Çabej und Aleks Buda gingen durch die Wiener Schule( 62).Was aber bereits Hahn von den Griechen gesagt hat, gilt auch fürdie Albaner. Da diese Bestrebungen von außen hineingetragen wur-den oder durch Intellektuelle, die im Ausland geschult waren, hat-ten sie niemals in der Seele des Volkes Fuß fassen können. Solangeein albanischer Staat selbst nicht die persönliche Freiheit garan-tierte, war für das Volk nur die Macht des Stammes maßgebend,und es regierte die Blutrache( 63). Dieser konnte man bis dahinnur durch zeitweilige Landfrieden beikommen( Besa)( 64). Erstder Eintritt geordneter Zustände und eine kontinuierliche Staats-macht nach 1945 besiegten diese Volksseuche und machten damitauch der stammesmäßigen Abgeschlossenheit ein Ende. Man hatauch in Albanien erkannt, daß man, wie Hahn sagte, eine alteMaschine nicht ins Stocken bringen dürfe, ohne eine neue zuschaffen( 65). Wir begrüßen daher die Bestrebungen im heutigenAlbanien, die albanische Volkskunde so genau wie möglich zu er-forschen. Es ist dies ein gemeinsames Anliegen auch von uns, dieVergangenheit der Indogermanen zu erforschen, und die albanischeTradition hat uns viel Wertvolles, was verloren ging, erhalten. Wirnehmen aber auch zur Kenntnis, daß es schwer ist, tausendjährigesoziale Auswüchse zum Verschwinden zu bringen, weil wir selbst

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