ron Nopcsa erwähnt werden, der mit seinen Forschungen über Bau-ten, Trachten und Geräte Nordalbaniens grundlegende Erkenntnissezu diesem Themenbereich gewann, die bis heute auch in Albanienhochgeschätzt werden. Der in Siebenbürgen geborene und dem un-garischen Hochadel entstammende Franz Nopcsa war seiner Aus-bildung nach Geologe und Paläologe, und das Interesse an geolo-gischen Erscheinungen der Adriaküsten führte ihn zunächst nachItalien und später an das andere Ufer dieses Meeres, eben nachAlbanien( 2). Dort wurde er von einer tiefen Zuneigung für diesestapfere, damals gerade um seine Freiheit und sein nationalesSelbstverständnis ringende Volk erfaßt, worauf er sich intensiv mitder Sprache und Kultur seiner neugewonnenen albanischen Freundezu befassen begann. Nopcsas Albanienaufenthalte in den Jahren1905 und 1908 und im Herbst 1913 brachten einerseits eine Ver-strickung seiner Person in albanische Tagespolitik sicher nichtimmer zur Freude der Außenpolitiker am Wiener Ballhausplatz-,andererseits aber auch die für uns so wichtigen Forschungsergeb-nisse auf volkskundlichem Gebiet. Die genauen Schilderungen undbesonders die hervorragenden Zeichnungen in seinem Buch sindunsere wertvollsten Quellen zur Sachvolkskunde Nordalbaniens, undwir schätzen uns glücklich, mehrere von Nopcsa gesammelte Trach-ten in unseren Beständen zu haben.
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Die Kriegsereignisse der Jahre 1916/17 boten mehreren Öster-reichern die Möglichkeit, volkskundliche Feldforschungen auf demBalkan durchzuführen. Zuerst konnte Arthur Haberlandt im Sommer1916 eine mehr als drei Monate dauernde Kundfahrt unternehmen,deren Ergebnisse er in seinen" Kulturwissenschaftlichen Beiträgenzur Volkskunde von Montenegro, Albanien und Serbien"( 3) nieder-gelegt hat. Zahlreiche Keramiken und Trachten im Sammlungsbe-
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