Regentag in Konstantinopel.
chwere schwarze Wolken hängen über
dem Goldenen Horn. Müde undunbarmherzig tröpfelt Regen nieder.Traurig schauen die sonst so glänzendenKuppeln und Minare's aus dem grauenSchleier. Die ferne Küste verschwindet ineintönigem Fadenneh. Dunst und Nebelüberall. Eine trübe Stimmung legt sichauf die Menschen. Schwächer und seltenerals sonst tönen die Rufe der Straßen-händler. Ein fauliger Geruch von nassemHolz und Früchten liegt in der Luft.Leise und langweilig dringt der Ruf derDampfpfeife vom Hafen her. In ein-schläsernder Regelmäßigkeit fällt vom
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