13. Kapitel.
Von Jakobshaun bis Egedesminde.
Die Kolonie Jakobshaun.Baron.
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Ein Grönländer am Telephon. Der GrönländerDer Jakobshaun- Eisfjord.- Schüsseln aus heidnischen Glossar ::: zum Glossareintrag heidnischen Gräbern.-Phonographische Ausbeute: Zwei patriotische Lieder. Ein Lied überMutterliebe. Eine Geschichte vom verwaisten Knaben Nadtluk. Ge-schichte vom Menschenfresser Pigsik. Fahrt von Jakobshaun an der Eis-bank vorbei nach Claushaun. Neugierde und taktloses Lachen der Grön-länder.
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Von Claushaun bis Christianshaab.-- Ältestes Haus in Grönland.Von Christianshaab bis Akunak, Gefahren unserer Bootsreise. VonAkunak bis Egedesminde, Beobachtungen am Himmel während der Fahrt.—Unser Quartier in Egedesminde. Schnitzereien der Grönländer in Speck-stein, Bein und Holz. Unsere Heimreise am 18. August, grönlandmüde.
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Jakobshaun ist eine der größten Kolonien von ganz Grön-land. Es zählt ungefähr 400 Einwohner, macht aber einen vielgrößeren Eindruck, weil die Häuser so zerstreut liegen, daßman den Ort gar nicht von einem Punkt aus überblicken kann.Ein wirkliches Schulgebäude befindet sich sogar hier, mit echteneuropäischen Bänken. In andern Ansiedlungen muß der Unter-richt meist in viel primitiveren Glossar ::: zum Glossareintrag primitiveren Lokalen erteilt werden. DieKirche ist die schönste, welche mir in Grönland vorgekommenist. So hochmodern ist das Leben hier, daß sogar eineTelephonleitung zwischen dem Hause des Kolonieverwalters,dem des Arztes und des Geistlichen besteht. Ich hatte denbesonderen Spaß, einen Grönländer zum erstenmal in seinemLeben telephonieren zu sehen. Vor lauter Staunen über dasihm gänzlich neue und unverständliche Phänomen schnitt ersolche Grimassen, als ob die schwerste Operation an ihm vor-genommen würde.
Der Stolz von Jakobshaun ist ein Grönländer von un-gefähr 60 Jahren. Er heißt sonderbarerweise Baron. Er warseinerzeit mit einer deutschen Grönland- Expedition in Deutsch-