Histologie.
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punktur eine Dauerzeichnung der Haut nicht zustande kommen kann, da etwa in derEpidermis deponierte Farbmasse mit den Epithelzellen abwächst und an der Ober-fläche abgestoßen wird, andererseits zu tiefe Einbringung der Farbstoffe in das Unter-hautzellgewebe ebenfalls keine Haftung derselben dort zuwege bringt oder nichtgenügend durchscheint. Immerhin findet man in den oberen Lagen der Subcutis nichtso selten geringe Mengen von der färberischen Substanz abgelagert auch bei schonviele Jahre bestehenden Tatauierungen.
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Die Epidermis ist bei älteren Hautzeichnungen von völlig normalem Gefüge,nur in den ersten Zeiten nach der Tatauierung wäre ein Befund von Farbstoffpartikel-chen innerhalb der epithelialen Lagen möglich, indem doch manchmal die Punktierungs-nadel nicht bis zur Cutis, sondern nur bis zur Epidermis vorgestoßen sein kann- mitnachfolgender Deponierung des Farbstoffes ebenda; auch kann bei der Einführungder Nadel Farbstoff am Epithel abgestreift werden. Aber niemals wird bei einerregelrechten längere Zeit schon abgeschlossenen Tatauierung die Epidermis Trägerinnennenswerter Farbstoffkörnchen sein können.
Dies trifft natürlich ebenso bei Verwendung schwarzen wie roten Farbstoffes zu,was nur deshalb bemerkt sei, weil J. NEUMANN seltsamerweise seinerzeit berichtete,daß er bei Rottatauierung Farbstoffpartikelchen im Epithel hätte nachweisen können.Wie also die Epidermis in völlig normalem Zustande über eine Tatauierunghinwegzieht, so ist auch der anatomische Bau der Lederhaut in allen ihren Schichtenintakt geblieben. Weder die Bindegewebsfasern noch ihre Lücken, weder die Blut-noch Lymphgefäße zeigen abnorme strukturelle Verhältnisse. Auch die Zellen derCutis zeigen keine Zunahme, weder im allgemeinen noch irgendwelche besonderen Ab-wandlungen oder einseitige Vermehrung.
Einzig macht sich in der Cutis die Einlagerung der Farbstoffpartikelchengeltend, welche daselbst in allen Lagen sich finden können. Bei den meisten regelrechtausgeführten Tatauierungen sitzt die Hauptmasse der färbenden Substanzen in dem oberenund mittleren Teil der Cutis, und zwar von der subpapillaren Schicht an. Wenigerintensiv zeigt sich diePapillarschicht imprägniert und ebenso pflegen die unterstenCutislagen und das Subkutangewebe nur spärlicher oder letzteres überhaupt nur stellen-weise Farbpartikelchen zu enthalten.
Die Verteilung der Farbmasse ist eine völlig regellose, disseminierte. Mansieht manchmal an einzelnen Stellen ein gehäufteres Auftreten von den Tatauierungsstoffen,an anderen Orten wiederum eine nur spärliche Aussaat derselben. Man gewinnt beiDurchsicht einer langen Reihe von Präparaten den Eindruck, daß eine gewisse Prä-dilektion der Ablagerungen um die Gefäße herum statthat, und zwar finden sich inden adventitiellen Gefäßscheiden die Farbstoffkörner in größerer Masse vor, oft imlangen Zuge diesen folgend. Ganz besonders erscheinen die Adventitialzellen mit solchen