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Grabschriften aus Österreich
Entstehung
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257. Ruhe sanft, o ruh' im Frieden,

Du Edler, stets von uns beweint;Auf ewig sind wir nicht geschieden,Einst werden wir mit dir vereint.O lieber Theu'rer! blick' hernieder,Auf uns die wir verlassen stehn,Daß wir von deinem Grabe wiederGetrost und froh nach hause gehn.')Sbg. Seb. 1874.

258. Gottes Segen war hieniedenDeines Fleißes großer Lohn,Und den wahren SeelenfriedenHast du nun im Himmel schon.Anthering 1893.

259. Gottes Friede, Gottes SegenWar mit dir im Ehestand,O! Gewiß auf allen WegenFührte dich die Vaterhand.

Oberndorf 1892.

260. Ihr habt euch unserm Blick ent-

schwungen,

Der höhern Heimat gingt ihr zu,Ihr habt den Siegeskranz errungen,Wir sind im Kampf, ihr seid in Ruh.2)

261. Liebe Mutter,

Anthering 81.Oberndorf 1889.

( Wlf. 50.)

Du bist meinem Auge entrücktMeinem Herzen verblieben.³)

Sbg. Seb.

262. Du Theuerster hast ausgelittenUnd sankst zu früh ins stille Grab,Der Schöpfer ließ sich nicht erbitten,Der Dir ein bessres Leben gab.

Sbg. Nonntal 1851.Anthering o. J.

Sbg. Seb. 1867.( Petak Leond. Nr. 31.)( Wlf. 43.)

263. Ach theurer hast nun ausgelittenUnd sankst so früh ins kühle Grab,Der Schöpfer ließ sich nicht erbitten,Der dir ein bessres Leben gab.

Oberndorf 1856.Oberndorf 1889.Sbg. Seb. 1850.

Sbg. Seb. 1869.

264. Ihr Theuren! habt nun ausgelittenUnd sankt so früh ins tiefe Grab,Der Schöpfer ließ sich nicht erbitten,Der euch ein besseres Leben gab.O ruhet sanft im Schooß der ErdeUnd bittet dort für uns bei Gott,Daß uns auch einst Allen werdeNach diesen Leben süßer Tod.

Sbg. Seb. 1870, 73.Oberndorf 1880.

265. Deine Leiden sind geendet,O wie süß ist deine Ruh;Deiner treuen Gattin HändeDrücken dir die Augen zu.Morzg 1882.

266. Freund!

Deine Leiden sind am Ende,O wie süß ist deine Ruh';Deiner treuen Freunde HändeDrückten dir die Augen zu.Schlummre sanft im Schoß der Erden,Heilig sey uns dieser Ort!

Und wenn wir einst kommen werden,O, so harre unser dort.

Oberndorf o. J.

267. Dein langes Leiden hat ein Ende,Erlöst bist du von deiner Qual,Wir drückten deine treuen HändeAuf dieser Welt zum letztenmal.Mögest du als Lohn am SternenthroneEmpfangen nun die Dulderkrone!Oberndorf 1893.

268. Du bist befreit von deinen Lebens-banden,

Wo Sterbliche die Prüfungszeit be-stehn!

Du hast die Pilgerreise überstanden,Wirst deinen Gott und die Vollen-

dung sehn.Sbg. Seb. 1858.( Hörm. I. S. 35.)( Wlf. 93.)

269. Sehnsuchtsvoll sahst du der Nacht

entgegen

Nach dem Lebenstage heiß und

schwül,

Mochtest gern dein Haupt zum

Schlumer legen

In des Grabes Schatten tief und kühl.

Anthering 1880.

1) Z. 1-4 sieh Nr. 124; vergl. auch Petak Leond. Nr. 36.

2) Z. 1 korrigiert statt» entschwunden«. Vergl. Nr. 603. Z. 4 vergl. auch Nr. 359.3) Vergl. Nr. 377, 467.