Heft 
57 (2022) 2
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Schaufenster

57. Jahrgang

Lehrlingsprojekt- AufrufRelation

Fluvial

Eine künstlerische Forschung

Jeden Tag verwenden wir Alltagsgegen-stände oder haben bestimmte Objekte,denen wir besonderen Wert zukommenlassen. Das Projekt Relation" übersetzt denUmgang des Menschen mit Gegenständenineine musikalische Ausdrucksform.

In der Dauerausstellung des Volkskunde-museum Wien werden die verwendetenMaterialien erforscht und diskutiert, wannund ob ein Alltagsgegenstand zu einemKunstobjekt gemacht wird. Materialien,Objekte, Themen oder Räume werden jenach Interesse ausgewählt, um individuelleMensch- Ding- Beziehungen zu erforschenund dies in einen Klang zu übersetzen.Der Umgang mit dem Modular Synthesizerwird erlernt und in Form einer akustischenund musikalischen Ausdrucksform inter-pretiert und erlebbar gemacht. DasErgebnis ist eine aus mehreren Stationenzusammengefügte Klanginstallation in derSchausammlung, die von den Lehrlingenlive mit den Modular Synthesizernpräsentiert und von den Besucher* innendurchwandert werden kann.

Wir starten hiermit einen Aufruf aninteressierte Berufsschulpädagog* innenund Lehrlinge, sich zu melden, um diesesProjekt bis Juni 2022 umzusetzen. Wirfreuen uns auf das gemeinsame Planenund Erarbeiten der Inhalte.

Eine Projektidee von Gammon für das Modular Synthe-sizer Ensemble in Kooperation mit dem Volkskundemu-seum Wien. Umsetzung im Rahmen des LehrlingprojektsK3 2021/2022 in Kooperation mit dem OeAD.Kontakt: kulturvermittlung@volkskundemuseum.at

Fluvial ist eine künstlerische Forschung derPerformance- Künstlerin, Autorin und Bewe-gungspädagogin Sabina Holzer, in der es umdas Zusammenwirken von menschlichenund nicht- menschlichen Körpern, speziellzwischen menschlichen Körpern und ihrerUmwelt geht. Es ist eine Beschäftigung miteiner kommenden Gemeinschaft in kriti-scher, feministischer Auseinandersetzungmit dem Anthropozän und den Möglichkei-ten einer besseren Zukunftsgestaltung.

Fluvial bringt die Beschäftigung mit denFlüssigkeiten des menschlichen Körpersmit den Flüssen und Bächen von Wien inBeziehung.

Welche Funktionen, Notwendigkeitenund Imaginative werden durch das Auf-suchen von Orten klarer? Welche Bilderkönnen evoziert und geformt werden, die- auf den menschlichen Körper umge-legt- zu Erfahrungen werden? Über dieseVerbindung von konkreter Information,körperlicher Poesie und kultureller Imagina-tive wird eine Serie von Texten und Scores1als potentielle performative Handlungsan-weisungen entwickelt. Ziel ist die Entwick-lung von Workshops, Begegnungen undSpaziergängen, welche die Sensibilisierungder Wahrnehmung des Individuums imZusammenhang mit der Umwelt und somitals Teil der Biosphäre, die unsere Erde ist.Die künstlerische Forschung wird vonDialogpartner* innen aus Kunst und Wissen-schaft begleitet.

Eine Kooperation des Volkskundemuseum Wienmit cattravelsnotalone( www.cattravelsnotalone.at),unterstützt von Wien Kultur.