Heft 
56 (2021) 3
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3/2021

Schaufenster

Meine Erfahrungen als Volontärinin der KulturvermittlungVon versteckten Wendeltreppen,Türen und Liften im LabyrinthVolkskundemuseum Wien

Das Gartenpalais Schönborn erwies sich mitseinen versteckten Wendeltreppen, Türenund Liften zum Volontariatsbeginn AnfangMärz als wahres Labyrinth. Doch mithilfe allder freundlichen Gesichter fand ich stetsmein Ziel sowie meinen Arbeitsplatz. Oban meinem Schreibtisch mit Blick auf dengrünen Schönbornpark oder in Zeiten desHomeoffice auch hin und wieder daheim,meine Zeit in der Kulturvermittlung hättevielfältiger nicht sein können. Inhaltlichbewegte ich mich zwischen Protestkultur inÖsterreich, Bienen, Pferden und den Reisender Museumsgründer Haberlandt und Hein.Methodisch entwickelte ich ein Improvisati-onstheaterkonzept, eine Handreichung fürLehrkräfte, unterstützte das Erstellen einesArchivs der Vermittlungsobjekte und führtediverse Recherchetätigkeiten durch. Auchdas Depot im Hafen Freudenau konnte ichbesichtigen und half gleich mit, Objekteaus der Sammlung der EisenwarenhandlungKlimesch thematisch zu ordnen und inRegale zu schlichten.

Aufgrund der Pandemie musste ich inden ersten Monaten meines Volontariatsauf Besucher* innenkontakt verzichten. ImMai und Juni war es mir endlich möglich,die Vermittlungsarbeit auch in der Praxiszu erleben- neben dem Vermittlungs- undFührungsprogramm auch beim Nachbar-schaftstag und beim Tag der ACHTsamkeit.Mein Volontariat in der Kulturvermittlunghatte ich mir anders vorgestellt, mit vielBesucher* innenkontakt, Führungen, Work-shops und anderen Happenings. Doch in

der Kulturvermittlung muss man flexibelsein, und im letzten Jahr ganz besonders.Auf meinem weiteren Weg in Richtung Ver-mittlerin nehme ich genau diese Flexibilität,Kreativität und vor allem das unglaublicheEngagement mit, das ich hier erlebt habe.Das Museum habe ich Ende Juni nichtnur dankbar und um einiges informierterverlassen, sondern auch sicheren Schrittes.Das Labyrinth Volkskundemuseum kenne ichnämlich mittlerweile in- und auswendig.

Viktoria Weber,Volontärin

Neuigkeiten aus derProvenienzforschung

Wie schon in der letzten Ausgabe berichtet,empfahl der Kunstrückgabebeirat am25. September 2020 die Restitution vonsechs Objekten aus der Sammlung vonAlbert Pollak. Dank der Unterstützungvon Mag. Mathias Lichtenwagner von derIsraelitischen Kultusgemeinde Wien konntendie Rechtsnachfolger* innen kontaktiertund die sechs Objekte von MonikaMaislinger als( coronabedingt einzigerVertreterin des Museums) am 16. März2021 zurückgegeben werden.

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