3/2021
Schaufenster
Jahren Fragen der Repräsentation, Bild-produktion und Zeigepraxis kontrovers inKulturindustrie und Museen diskutiert. Diesbedeutet einerseits, dass in die Analyse undBewertung von Bildern und Werken auchderen Herstellungskontext einbezogen wird.Und dies erfordert andererseits, dass ander Auswahl und Präsentation der Exponateauch Personen aktiv beteiligt werden, diedie gewaltvollen Kontexte erlitten und einberechtigtes Interesse an der Macht überdie Bilder haben.
Im Kunstkontext stößt diese Debatteauf Grenzen, die durch den Konsens derFreiheit und Autonomie künstlerischenHandelns definiert werden. System- undGesellschaftskritik ist ohne die Freiheit vonVorgaben, den Tabubruch und das Handelnentgegen gesellschaftlicher Normen nichtzu denken. Wie aber wird die Hierarchiezwischen Freiheit der Kunst und Gewalt derHerstellung ausgehandelt? Wie sind künst-lerische, ethische, gesellschaftspolitische,rechtliche und ökonomische Dimensionendes Werks gegeneinander abzuwägen, wenndie Ausstellung der Werke die Gewalt ihrerHerstellung reproduziert?
Wenn etwas gezeigt wird, geht es darum,dem Objekt, dem Artefakt, dem Kunstwerkmöglichst jene Multiperspektivität zu geben,die es braucht, um einen komplexen Diskursund Reflexionsprozess anstoßen zu können.Genau dazu möchte das Symposium einenBeitrag leisten. Hierfür haben wir Akteur* in-nen aus Museen, Kunstwissenschaft undGeschichte, Kurator* innen, Betrach-ter* innen und eine kritische Öffentlichkeiteingeladen.
Organisation und Konzeption: Paul- Julien Robert,
Ida Clay, Elisabeth Schäfer, gemeinsam mit Susanne
Wernsing( Historiker* in und Kurator* in) undZarah Gutsch( Gruppe MATHILDA, aufgewachsenam Friedrichshof)
Gäste u.a.: Kimberly Bradley( Kulturjournalistin),Carola Dertnig( Performance Artist, ProfessorinAkademie der Bildenden Künste Wien), Rainer Fuchs( Chefkurator MUMOK Wien), Branislav Jakovljevic( Theatre& Performance Studies, Stanford University),Herbert Justnik( Kurator Volkskundemuseum Wien),Stella Rollig( Generaldirektorin Belvedere Wien),Eva Sangiorgi( Viennale Direktorin), Nina Schedlmayer( Chefredakteurin Kulturmagazin„ morgen"), CarolineLilian Schopp( Institut für Kunstgeschichte UniversitätWien), Lea Susemichel( Autorin, Leitende Redakteurinvon an.schläge. Das feministische Magazin), AngelaStief( Chefkuratorin Albertina Modern Wien), DanielaZyman( Chefkuratorin der Thyssen- Bornemisza ArtContemporary, Wien)
Anmeldung: e.schaefer@akbild.ac.atInformation: www.fh-timelines.goldblo.cc
www.volkskundemuseum.at/ppc
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