Heft 
H. 7+8
Seite
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LIEBLINGSOBJEKT

Die Geschenkpapiersammlung Baumann- Marinelli

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Kleine Präsente können das Leben verschö-nern, Freundschaften bekräftigen und Kinder-augen zum Leuchten bringen. Eine hübscheVerpackung lässt ein Geschenk dabei optischdurchaus an Wert gewinnen. Gleichzeitig wirddas zum Einwickeln verwendete Geschenkpa-pier zum Geheimnisträger, denn das Verhülleneiner Gabe erzeugt Spannung. Während dieeinen behutsam ihre Geschenke öffnen, habenandere Freude am schnellen Aufreißen derVerpackung. Liebevoll ausgewählte Designs alsZeichen der persönlichen Zuwendung werdendann in Sekundenbruchteilen in kleine Schnip-sel verwandelt und zuvor kunstvoll gebundeneSchleifen kurzerhand zerschnitten.

Nicht immer waren Präsente in Geschenkpapiereingewickelt. Die Weihnachtsgeschenke lagenbis ins 20. Jahrhundert hinein meist unverpacktunter dem Christbaum. Kleine Aufmerksam-keiten und Patengeschenke wurden auch inTüchern und Körben sowie Span- und Papp-schachteln überreicht. Letztere konnten mitBuntpapieren beklebt sein, Marmor- und Kleis-terpapiere waren aber nicht für die Massen-produktion bestimmt. Die Geschichte desGeschenkpapiers geht deshalb mit den tech-nischen Neuerungen in der Papierherstellungeinher, die es um 1850 ermöglichten, aus dempreiswerteren Rohstoff Holz, statt aus Stoffres-ten( Hadern), Papier herzustellen. Ende des 19.

September Oktober 2016

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