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AUSSTELLUNG

Mehr als siebzig Jahre nach Kriegsbeginn Alben aus Privatbesitz gesucht!beschäftigen die Nachlässe und Erinnerungenaus der Zeit des Zweiten Weltkriegs die nachfol-genden Generationen intensiver denn je. Wiegehen diese mit den oft verheimlichten Fotoar-chiven ihrer Familien, aufbewahrt in Schränkenund Schubladen, um?

Die Ausstellung Fremde im Visier- Fotoalbenaus dem Zweiten Weltkrieg", die von 14. Okto-ber 2016 bis 19. Februar 2017 im Volkskunde-museum Wien zu sehen ist, bietet Lesarten undSichtweisen für ein tieferes Verständnis dieserBildarchive an. Dabei werden nicht nur Motiveund die Bildästhetik der Fotos untersucht,sondern auch der Einfluss der Kriegspropagan-da auf die Amateurfotografie.

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Die Ausstellung präsentiert Fotoalbendem Privatbesitz ehemaliger Wehrmachtssol-daten. Sie zeigt den direkten Blick deutscherund österreichischer Soldaten auf fremdeMenschen, überfallene Landstriche, umkämpf-te Kriegsschauplätze und Kulturdenkmäler inden besetzten Ländern, ebenso wie den Kriegs-alltag an der Front. Mit der Präsentation dieserFotoalben werden Fragen behandelt, die sichim Zuge der ersten Wehrmachtsausstellung"1995 ergeben haben. Sie wurden durch PetraBopp die schon an der Wehrmachtsausstel-lung mitgearbeitet hatte- unter Mitarbeit vonSandra Starke aus einem Forschungsprojektgeneriert.

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Die Ausstellung, die bereits vielbeachtet inDeutschland und den Niederlanden sowie inGraz gezeigt wurde, wird nun erstmals in Wienzu sehen sein und soll um Alben aus Österreich,vor allem aus Wien und Umgebung, erweitertund ergänzt werden. In Wiener Archiven wurdenin Vorrecherchen schon einige Fotoalben aufge-funden, zusätzlich rufen wir dazu auf, bei Inter-esse Alben aus dem Privatbesitz für die Ausstel-lung zur Verfügung zu stellen oder auch nur vonunseren MitarbeiterInnen sichten zu lassen.

Besitzen Sie derartige Alben? Haben SieInteresse, sie uns zu zeigen und sie even-tuell für die Ausstellung zur Verfügungzu stellen? Wir freuen uns, wenn Sie sichmelden:

Herbert Justnik

fotosammlung@volkskundemuseum.at

Tel.:+43 1 406 89 05.21

Kuratorinnen

Petra Bopp studierte Kunstgeschichte inHamburg und Paris. Sie arbeitet als freie Kunst-historikerin und Kuratorin in Hamburg undBerlin.

Sandra Starke studierte Geschichte und Euro-päische Ethnologie an der Humboldt- Universi-tät Berlin. Sie arbeitet als Fotohistorikerin undKuratorin in Berlin.

September Oktober 2016

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