Gebundenes Buch
Laufzeit: 1805 bis 1839Eigentümerin: weiblich
Umfang: 70 Seiten, Einträge: 18Eintragungsort: Baaden( nicht näher lokalisierbar)Sprachen: Deutsch, SpanischMaße: 9,2 x 13,3 x 1,5 cm
ÖMV 87.106
Illustrationen/ Beigaben: Titelkupfer in Punktiermanier, sonst keinBildschmuck. Die gedruckten Seiten beinhalten ein„ Kalendariumvon 1805" sowie die Kapitel„ Genealogie des Erblich kaiserlichenHauses Oesterreich" und„ Von den Finsternissen". Auf einigen Seitenlange, mit Bleistift geschriebene Zahlenkolonnen.
Querformatige Mappe aus rotem Maroquinleder mit Einsteckschlau-fe. In der Schlaufeninnenseite befindet sich eine Bleistifthalterung.Das lange Innenfach ist mit Marmorpapier ausgekleidet. BlaugrünesVorsatzpapier und Blätter mit Goldschnitt. Gestochener Titel,, Kalender als Stambuch der Freundschaft gewidmet 1805. Wienbey Löschenkohl." Einseitig bedruckte Blätter mit Sprüchen inunterschiedlicher Typografie. Der Verleger Hieronymus Löschenkohlannoncierte diese Kalender in der Wiener Zeitung.
In den Einträgen wird die Freundschaft als höchstes Gut betont. DieBlumensymbolik ist in die Texte eingeflossen. Es zeigen sich aucherotische Andeutungen, wobei derartige Inhalte in den übrigenFrauenstammbüchern sehr selten vorkommen. Ein Hinweis auf diepatriarchalen Strukturen der Zeit findet sich in einem Vers, worin derMann als das höchste Gut und die Frau als sein Kleinod bezeichnetwerden. Unter anderem wurde das Gedicht„ Trost beim Abschied"von Gotter eingeschrieben. Neben den Einträgen der Schwesterndeutet einer aus dem Jahre 1839 darauf hin, dass dieser vomEhegatten stammen könnte. Bei der spanischen Widmung dürftees sich um Carlos de Gimbernat( 1768-1834), den bekannten Arztund Geologen, handeln. Die Datierungen zeigen, dass der Kalendernach 1805 noch als Stammbuch diente.
41