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Heilige in Europa - Kult und Politik : [Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde, 26. Oktober 2010 bis 13. Februar 2011]
Entstehung
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3.1 Jahreslauf

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Den Heiligen und Seligen wird amEnde des kirchenrechtlichen Verfahrensein Kalendertag, meist ihr Todestag,zugewiesen, an dem ihrer- regionaloder in der gesamten katholischenKirche- jährlich in der Liturgie gedachtwird. Die Heiligenfeste rhythmisier-ten also neben den Herrenfesten"das Jahr und waren täglich auch beiTerminvereinbarungen oder Vertrags-abschlüssen- präsent. Selbst mit derVerbürgerlichung der Zeiteinteilungverschwanden die Heiligen nicht völligaus den modernen Kalendern. MancheHeiligenfeste wie Allerheiligen oderNikolaus prägen neben den christlichenFestzyklen, Ostern und Weihnachten,nach wie vor den Jahreslauf.

3.1.1

Allerheiligenkalender

Kupferstich

Karl Remshard( 1678-1735)Allerheiligenkalender mit 365 Radierungenvon Heiligenbüsten in Achteckrahmen, dieMonatszeilen beginnen mit dem jeweiligenMedaillon des Sternzeichens

Augsburg, Johann Ulrich Krauss, um 1700H: 28 cm, B: 51,7 cm

Stift Göttweig, Graphische Sammlung, RH

3.1.2

Kirchenkalender von St. StephanPapier, Einblattdruck, reich illustriert, aufKarton kaschiert, mit Holz- und Textilband-rahmen

Wien, 1772

H: 170 cm, B: 66,5 cm

Diözesanarchiv Wien

Kirchenkalender wurden in großen Gottes-häusern aufgehängt, um die Festtage deslaufenden Jahres zu verkünden, aber auchMarkttage und Zinstermine.

Dieser Kalender aus dem Stephansdomzeigt im oberen Feld die Patrone der Kirche

( HI. Leopold, Hl. Florian, Hl. Severin,Hl. Quirinus von Siscia und Hl. Stephanus)und die Wappen der Domherren. KP

3.1.3

Mandlkalender

Einblattdruck

Augsburg, Druckerei Hans Hofrs Erben,vor 1626

H: 47,5 cm, B: 21 cm

Österreichisches Museum für Volkskunde, WienÖMV/ 40.482

Die Erfindung des Buchdrucks brachteeine Demokratisierung der Zeitverwaltung,indem sie gedruckte Kalender erschwinglichmachte. Mandlkalender werden von denAbbildungen der Tagesheiligen dominiert,die sie auch für die in der Frühen Neuzeitgroße Zahl an Analphabeten verwendbarmachten( Mandl" für Männchen"). Anhandweiterer Symbole liefern sie, so wie andereKalendersorten, zusätzliche Informationen( Vollmonde, Äquinoktien etc.) und die soge-nannten Practica, also praktische Hinweisewie astrologische Angaben, Wettervorhersa-gen oder medizinische Tipps. KP

Lit.: Kathrin Pallestrang: Vom Kerbkalender zum Organizer". Der Kalender als Alltagsgegenstand. In:Hameter, Wolfgang u.a.( Hg.): Ideologisierte Zeit.Kalender und Zeitvorstellungen im Abendland Glossar ::: zum Glossareintrag  Abendland vonder Antike bis zur Neuzeit(= Querschnitte, Bd. 17).Innsbruck u.a. 2005, S. 257-275.

3.1.4

Steuerbuch

Papier, gebunden

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Appru

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Boferman

Steuerbuch des Johann Hofer vom GutOberhof

Vor 1780, bis 1813 verwendet

Berblimio.

H: 15,3 cm, B: 10,2 cm, T: 0,3 cm

Österreichisches Museum für Volkskunde, WienÖMV/ 34.721

3.1.5

cfnino.

Tischkalender mit HeiligennamenKarton, Papier, Spiralbindung

Kalendarium mit Heiligennamen

Spillern, Die Kalendermacher, 2003

Sout

H: 21,5 cm, B: 29 cm

Private Leihgabe

Corinna

AIS

* 9* 58***

NW

# 465

Gedruckt zu Augipura

Hans Hofre Erben

3.1.3