140. Paten brief. Deckfarbenmalerei auf geweißtem Papier. In ovalerRahmung aus zusammengebogenen Zweigen mit grünen Blättern undBlüten der Taufwunsch:
Einen Neugebornen KindeIst das schönste Eingebinde,Ist das schönste Patengeld,Wenn es Jesu Glauben hält.
Durch Tugend such die Himmels- Crone,
Die Christus hat bestimmt zum Lohne.
,, Deine dich liebende Taufbath Anna Becker, Eger, den 5. März 1835."In die Rahmung eingefügt drei Miniaturen in Medaillons auf grünemGrund: hl. Anna Maria lesen lehrend, hl. Margarete, hl. Magdalena.Eger, 1835.
h= 24,8, b
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Lit.: Richard
19,8 cm
Beitl, Der Kinderbaum. Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtum und Glauben umMutter und Kind. Berlin 1942. S. 166 f.( Patenbriefe).
Michael Haberlandt, Egerländer Patenbriefe( Werke der Volks-kunst, Bd. III, 1917, S. 17 ff.).
34.329
b. Mythologische Bilder und Porträts
141. Telephos. Deckfarbenmalerei auf geweißtem Papier. GroßeHirschkuh unter stilisiertem Baum. An ihr trinkt ein nackter Säugling.Darunter eine Rose in Blütengesteck. Erklärender Text:„ Telepus.Ein Sohn Hercules von einer Hirschkuh gesäugt."Wahrscheinlich Eger, frühes 19. Jahrhundert.
h30, b= 19 cm
Lit. Der in verschiedenen Varianten erzählte antike Stoff wurde im 18. undfrühen 19. Jahrhundert mehrfach in Dramen und Opern behandelt.Vgl. Herbert Hunger, Lexikon der griechischen und römischenMythologie. Wien 1953. S. 327 f.
16.624
( Abb. 20)
142. Semiramis. Deckfarbenmalerei auf geweißtem Papier. NacktesKleinkind halbliegend an stilisiertem Baum, von einer Taube gefüttert.Auf einem Ast darüber zweite Taube mit Futter im Schnabel. Dar-
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