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Handwerkskunst in Eisen : eine Sonderausstellung aus den Beständen des Museums ; Katalog mit 33 Abbildungen
Entstehung
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von den Zünften schwer geahndet. Im 14./15. Jahrhundert kam eszur Abspaltung des Schlosserhandwerks vom Schmiedehandwerk( 3). Der Schlosser tritt nun neben den Schmied und übernimmt diefeinere Arbeit; er schmiedet vorwiegend Schlösser, Schlüssel, Be-schläge, eiserne Kassetten, Gitter und Grabkreuze.

Im 14. Jahrhundert finden sich erste Belege von Spenglern, dieauch Blechschmiede, Flaschner, Klampferer, Keẞler und Klemp-ner genannt wurden. Sie verformten dünnes Eisenblech auf kaltemWege. In den Arbeitsbereich des Spenglers fiel zunächst die Her-stellung von, Spangen für Kleider und Haare( daher Spengler),danach auch für Harnische, die mittels Spangen an der, Nahtstelle'zusammengehalten wurden. Auch die verschiedenen Wasseraus-speier, die ein künstlerisches Betätigungsfeld eröffneten, wurdenvielfach im Mittelalter von Angehörigen der Spenglerzunft verfer-tigt... Die Herstellung einer Vielzahl von Gebrauchs- und Galan-terieartikel mag schon im späten Mittelalter in den Arbeitsbereichdes Spenglers gefallen sein, das Material, mit dem es dieser zu tunhatte und noch hat, war aber immer das Weißblech"( 4). Am Über-gang vom Mittelalter zur Neuzeit erfolgte im Spenglergewerbe eineArt Produkten- Revolution: Der Plattner( sowie der Klampferer,Spengler und Flaschner) stellt seine Produktion auf Haushalts-gegenstände um, die ersten Bauspenglerarbeiten erscheinen instädtischen Rechnungsbüchern"( 5).

K. und H. Schneider schreiben dazu in ihrem Handbuch für die ge-samte Blechbearbeitung( 6): Aus Blechen in Verbindung mitDraht, Bandeisen usw. werden für Benutzung in Küche, Haushaltund gewerblichen Betrieben allerlei Gefäße und Gebrauchsgegen-stände hergestellt. Diese werden als Werkstattarbeiten bezeichnetund vielfach in größerer Anzahl( Serien) und häufig auf Vorrat her-gestellt. Weit umfangreicher jedoch sind die Bauarbeiten. Darunterversteht man die Herstellung all der Vorrichtungen und Arbeiten,welche die Gebäude vor dem Eindringen von Feuchtigkeit schüt-zen sollen."

Anmerkungen:

( 1) Brockhaus Enzyklopädie. 5. Band. Wiesbaden 1968. Stichwort Eisenzeit".Seite 366.

( 2) Leopold Schmidt: Volkskunde von Niederösterreich. 2. Band. Horn 1972.Seite 54.

( 3) Georgine Veverka: Das Schlosserhandwerk im alten Wien. Dissertation derUniversität Wien, 1973. Seite 6.

( 4) Helmuth Grössing: Geschichte des Spengler- und Kupferschmiedegewerbes inWien. Wien 1970. Seite 25.

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