Vorwort
Die Außenstelle des Österreichischen Museums für Volkskunde imSchloß Gobelsburg kann in diesem Jahr auf ihr zwanzigjährigesBestehen zurückblicken. Was im Jahr 1966 von MuseumsdirektorHofrat Univ.- Prof. Dr. Leopold Schmidt+ zusammen mit dem sei-nerzeitigen Administrator des Schlosses und Weingutes Gobels-burg und dem gegenwärtigen Abt des Zisterzienserstiftes Zwettl,Bertrand Baumann, mit zwar bescheidenen Mitteln, aber mit einemunbeirrbaren Unternehmungsgeist begonnen werden konnte, hatsich über zwei Jahrzehnte als dauerhaft erwiesen. Das Schloß-museum Gobelsburg mit seiner ständigen Schausammlung„, Alt-Österreichische Volksmajolika",„ Volkstümlich geformtes, bemal-tes, geschliffenes Glas" und ,, Bauernmöbel aus Österreich" in denhellen Repräsentationsräumen des Barockschlosses gehört heutezum festen Bestand der Museumslandschaft Niederösterreichs.Sonderausstellungen, die in Jahres- oder Zweijahresabständeneinander ablösen, setzen zusätzliche Akzente, die stets ein treuesPublikum anziehen. Dem Österreichischen Museum für Volks-kunde bietet sich hierbei- im Sinne der ursprünglichen Idee derSchloßmuseen des Bundes außerhalb von Wien- die Möglichkeit,aus seinem großen Fundus von in den Studiensammlungen ver-wahrten Sachzeugnissen zur Volkskultur Österreichs immer wie-der eine besondere thematische Auswahl zu treffen und diese inSonderausstellungen und deren Begleitkatalogen an eine interes-sierte Öffentlichkeit heranzutragen. Von Bedeutung ist es in die-sem Zusammenhang, daß diese Ausstellungstätigkeit jeweils ge-tragen wird von der seit Jahren in Gang befindlichen neuerlichenmuseographischen und wissenschaftlichen Aufarbeitung des ge-samten Sammlungsgutes des Österreichischen Museums für
Volkskunde.
Für das Jahr 1986/87 hat es wiederum Frau Rat Dr. Gudrun Hem-pel übernommen, gleichzeitig mit der ihr anvertrauten Neubearbei-tung und Neuordnung der Sammlung von Eisenobjekten am Öster-reichischen Museum für Volkskunde die Ausstellung ,, Handwerks-kunst in Eisen" in Gobelsburg durchzuführen. Diese Ausstellungstellt gewissermaßen ein Zwischenergebnis auf dem Weg zur Aus-gestaltung einer einschlägigen Studiensammlung im Museums-hauptgebäude in Wien dar. Ein nur verhältnismäßig kleiner Teil destatsächlichen Museumsbestandes an Eisenobjekten kann bei
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