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b) Klarinette in Es
4 gedrechselte und licht gebeizte Hartholzteile sowieMundstück und Zwischenstück aus schwarzem Horn,3 versilberte Metallringe; 8 Grifflöcher und 12 Messing-klappen; L 46,5 cm, Dm 7 cm.
Eingebrannt die Stimmung„[ E] S"; laut Inventareintragungvon Eberl, Karlsbad, hergestellt.ÖMV, Inv.-Nr. 39.789
c) Klarinette in D
4 gedrechselte und dunkelrot gebeizte Holzteile sowieMundstück aus schwarzem Horn, 4 Zwischenringe undSchalltrichtereinfassung aus weiß- gelblichem Bein; 8 Grif-flöcher und 12 Messingklappen; L 49 cm, Dm 7,6 cm.Eingedruckt der Herstellername ,, Borana/ Wien" sowieStimmung„ D".
ÖMV, Inv.-Nr. 41.839
d) Klarinette in C
5 gedrechselte und licht gebeizte Holzteile, Mundstückfehlt, 4 Zwischenringe aus Horn; 8 Grifflöcher und 5 Mes-singklappen; L 51 cm, Dm 8,5 cm.
Eingedruckt Wien", Doppeladler und Sternchen.ÖMV, Inv.-Nr. 40.980
e) Klarinette in B
5 gedrechselte und licht gebeizte Holzteile sowie Mund-stück aus schwarzem Horn, 2 Zwischenringe aus hellemund 3 aus schwarzem Horn; 9 Grifflöcher und 7 Messing-klappen; L 61 cm, Dm 9 cm.
Eingedruckt der Herstellername„ I. T. Uhlmann/ Wien" mitDoppeladler und Sternchen sowie Stimmung„ B".ÖMV, o. Inv.-Nr.
In der Tanzmusik des 19. Jahrhunderts war die Klari-nette gemeinsam mit der Flöte das wichtigste melo-dieführende Instrument nach der 1. Violine; Lanner undStrauß( Vater) sahen im Idealfall doppelte Besetzungvor. Dabei trat die Klarinette in einer Vielzahl von Stim-mungen auf: einerseits versuchte man lange Zeit dieAnzahl der Klappen wegen ihrer Störanfälligkeit ge-ring zu halten, was das Spielen in entlegeneren Ton-arten erschwerte; andererseits wurden die unter-schiedlichen Klangfarben der Instrumente verschie-dener Stimmungen bisweilen gezielt eingesetzt. Lan-ner und Strauß schrieben oft D- und A- Klarinette bzw.Es- und B- Klarinette nebeneinander vor; auch C- Kla-rinetten gelangten häufig- meist paarig- zum Ein-satz. Mitunter wechselten die Spieler während desStücks auf ein Instrument anderer Stimmung.- DerHolzblasinstrumentenmacher Johann Tobias Uhlmann
( 1776 1838) stammte aus Kronach in Bayern, warOboist im Theater an der Wien und hatte ab 1810 ei-ne Handelsbefugnis inne. Die beiden Instrumente ausseiner Werkstatt stammen demgemäß aus der Zeit
Lanners, während jene von Eberl und Borana aufgrundder Zahl ihrer Klappen einer späteren Epoche an-gehören dürften. Die unbezeichnete C- Klarinettewurde wahrscheinlich im 18. Jahrhundert angefertigt.
10 Fagott
4 gedrechselte und gebeizte Holzteile sowie Anblaserohraus Messing; 8 Grifflöcher und 9 Messingklappen sowie 3Sprengringe aus Messing; L 127 cm.
ÖMV, Inv.-Nr. 8.130
Lanner schrieb das Fagott ab 1827 in seinen Tanz-kompositionen vor, von Ausnahmen abgesehen al-lerdings nur in einfacher Besetzung.
11 Zwei Pauken aus dem Orchester LannersKupferkessel, mit gegerbten Kalbfellen bespannt.Große Pauke: Dm 60 cm, H 43 cm; kleine Pauke:H 43 cm, Dm 56 cm.
Sign.: J. L."
HM, Inv.-Nr. 57.429/ 1,2
Eine Eintragung im Gedenkbuch der Pfarre Gaaden( bei Mödling), in deren Besitz sich die beiden Pau-ken von 1850 an lange Zeit befanden, sowie die In-itialen ,, J. L." belegen, dass die Instrumente aus demOrchester Lanners stammen. Lanner schrieb bereitsum 1825, vom Beginn seiner Orchestertätigkeit an,Pauken in seinen Partituren vor.
12 Alois Reger
Xylografie; 15,6 x 7,7 cm, R 19,6 x 12,8 cm.In: Illustrirtes Wiener Extrablatt", 12.4. 1886.GdM, LM 1/29( Abb.: WStLB, F 19.126)
Alois Reger hatte eine feste Stelle als Paukist im Or-chester Lanners, mit dem er 1838 anlässlich der Erb-huldigung Kaiser Ferdinands I. bis nach Mailand undVenedig gelangte. In späteren Jahren verdiente er sichseinen Lebensunterhalt als Klavierlehrer; zu seinenSchülern zählt Johann Sioly, der sich als Kapellmeis-ter und Komponist von Wienerliedern und Tänzen ei-nen Namen machte. Sein Sohn wurde gleichfalls Ka-pellmeister. Reger starb 1886 in Wien.
13 Johann Slanina
Xylografie; 10,2 x 7 cm, R 15,6 x 9,9 cm.In:„ Illustrirtes Wiener Extrablatt", 9. 11. 1882.Bez. mi. u.:„ Johann Slaninia".
GdM, LM 1/30( Abb.: WStLB, F 19.126)
Johann Slanina( 1813- nach 1882), Posaunist imOrchester Lanners.
Flüchtige Lust- Joseph Lanner- 1801 bis 1843