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Joseph Lanner 1801 - 1843 : flüchtige Lust ; [Begleitbuch zur Ausstellung Flüchtige Lust Joseph Lanner 1801 - 1843 ; eine Ausstellung der Wiener Stadt- und Landesbibliothek und des Österreichischen Museums für Volkskunde, 17. Juni bis 14. Oktober 2001, Österreichisches Museum für Volkskunde]
Entstehung
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Kat.-Nr. 294.

Josef Lanner

Ap

in ihren letzten Ruhestätten anwesend zu sein.Nachdem der Chor der Hofoper gesungen hatteund die Einsegnung erfolgt war, wurden die Sär-ge in die Grüfte der Ehrengräber versenkt; gleich-zeitig fielen die Hüllen von den neuen Grabdenk-mälern. Nicht nur auf dem alten Döblinger Fried-hof ruhten die beiden Wegbereiter des WienerWalzers in unmittelbarer Nähe, auch die Ehren-gräber auf dem Zentralfriedhof liegen nebenein-ander. Das Grabdenkmal von Joseph LannersEhrengrab( Wien 11, Simmeringer Hauptstraße234 Zentralfriedhof/ Gruppe 32A, Nr. 16) ge-staltete die Firma Sommer und Weniger. 18

Mehr als sechzig Jahre mussten nach Lanners Todvergehen, ehe die Heimatstadt ihren großen Sohndurch ein Denkmal ehrte. An der Südseite des heu-tigen Rathausparks( Wien 1, Rathauspark/ Par-lamentsseite) steht das sogenannte Strauß- Lanner-Denkmal, welches die beiden Komponisten- Zeitgenossen Joseph Lanner und JohannStrauß( Vater) darstellt. Den Gesamtplan für das Denkmal entwarf Robert Oerley, derauch die Architekturteile schuf; die Bildhauerarbeiten führte Franz Seifert aus. Auf ei-nem nach vorne gewölbten Inschriftensockel sind die Hauptfiguren stehend überle-bensgroß dargestellt. Lanner hält eine Geige mit Bogen in der Hand, Strauß ein No-tenheft. Im Hintergrund bildet eine segmentartig gewölbte Wand mit Reliefs walzer-tanzender Paare den Abschluss. Wie Inschriften zeigen, wurde das Denkmal denSchöpfern unvergänglicher herzinniger Wiener Weisen" im Jahre 1905 von den dank-baren Wienern" errichtet. Gleichsam als Motto kann wohl Bauernfelds Vers: ,, Das istein Geigen und Blasen, ist eine tönende Flut. Die Männer und Frauen, sie rasen instürmisch jubelnder Glut" angesehen werden. 19

Ein Lanner- Strauß- Denkmal- Komitee" hatte die Realisierung dieses Projektes betrie-ben. Knapp vor der Jahrhundertwende kam es auf Anregung von Franz Weidinger zurGründung eines Komitees zur Errichtung eines Lanner- Strauß- Denkmals" in Wien. AugustThonet wurde Ehrenpräsident dieses Komitees, der Schriftsteller Vinzenz Chiavacci ver-fasste einen Aufruf an die Wiener mit der Bitte, das Denkmalkomitee bei seinen Plänenvor allem auch finanziell zu unterstützen. Private Institutionen, Einzelpersonen und vie-le Künstler unterstützten in der Folge das Projekt Lanner- Strauß- Denkmal". 20 Die Auf-stellung des am 21. Juni 1905 enthüllten Denkmals an versteckter Stelle im Rathauspark

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Flüchtige Lust- Joseph Lanner 1801 bis 1843