Druckschrift 
Joseph Lanner 1801 - 1843 : flüchtige Lust ; [Begleitbuch zur Ausstellung Flüchtige Lust Joseph Lanner 1801 - 1843 ; eine Ausstellung der Wiener Stadt- und Landesbibliothek und des Österreichischen Museums für Volkskunde, 17. Juni bis 14. Oktober 2001, Österreichisches Museum für Volkskunde]
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 
  

tionsamt angelegten Konskriptionsbögen informieren uns über vier weitere Lanner- Adres-sen. Man findet ihn für einige Zeit, vermutlich von 1823 bis 1825, in einem Quartier inder Josefstadt Nr. 76( heute: Wien 8, Lange Gasse 2= Lerchenfelder Straße 10). Be-merkenswert an dieser Unterkunft ist die Tatsache, dass, wie wir dem Konskriptions-bogen entnehmen können, Johann Strauß( Vater) das Quartier mit seinem Musikerkol-legen teilte. In welchem Verhältnis die unter Tür Nr. 10 mit ihnen die Wohnung teilen-de Anna Zinagl zu den beiden Musikern stand, kann seriöserweise nicht beantwortetwerden. Auf der Laimgrube Nr. 158( heute: Wien 6, Gumpendorfer Straße 33= Köst-lergasse 11) lebte Lanner 1827. Der Konskriptionsbogen- er diente gleichzeitig zurMilitärrekrutierung- trägt den Vermerk Joseph Lanner, Musikus von St. Ulrich geb.,zu schwach". Der Vermerk zu schwach" bedeutete, dass die entsprechende Person,in unserem Fall Joseph Lanner, für den Militärdienst ungeeignet war.5 Im Jahr 1828 hei-ratete Joseph Lanner Franziska Jahns. Aus dieser Zeit existiert ein bis dato kaum be-kannter Konskriptionsbogen zur Adresse Windmühle Nr. 28( heute: Wien 6, Gumpen-dorfer Straße 22= Windmühlgasse 17), auf dem Lanner als Bewohner dieses Hausesausgewiesen wird. Lanner wird auf diesem Bogen als Musikdirektor" tituliert. Als Mit-

ལྡན་ འི་ ཤུན་ ཞིག་, 66},

Wegman di.

Lanners Wohnhaus in Döbling Echte Tyrkers

u. Billrotastrasse.( Jassen Hofansicht)

Wenway

bewohner sind Ehefrau Franziska undTochter Katharina angegeben. Nach ihrerHochzeit zogen Joseph und Franziska Lan-ner bald in eine Wohnung auf der Laim-grube Nr. 97( heute: Wien 6, Gumpen-dorfer Straße 47). In diesem Logis bliebder Komponist relativ lange. Auf dem ent-sprechenden Konskriptionsbogen ist Jo-seph Lanner, Musikdirektor v. St. Ulrich,verh., kath." vermerkt, weiters Ehefrau Fran-ziska, Sohn Joseph( Joseph Ferdinand Lan-ner wurde im Juli 1830 geboren), sowiedie Töchter Katharina und Franziska.7

Seine letzten Lebensjahre verbrachte Jo-seph Lanner in Döbling, heute 19. WienerGemeindebezirk. Bald nachdem sein letz-tes Kind, Tochter Franziska, geboren wur-de( 1836), trennte sich Lanner von seinerFamilie und zog zunächst in das sogenannte Offenhubersche Haus" in Döbling( heute:Wien 19, Billrothstraße 62= Pyrkergasse 2),wo er in einem der vielen Mansarden-

Kat.-Nr. 190

154

Flüchtige Lust- Joseph Lanner 1801 bis 1843