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Joseph Lanner 1801 - 1843 : flüchtige Lust ; [Begleitbuch zur Ausstellung Flüchtige Lust Joseph Lanner 1801 - 1843 ; eine Ausstellung der Wiener Stadt- und Landesbibliothek und des Österreichischen Museums für Volkskunde, 17. Juni bis 14. Oktober 2001, Österreichisches Museum für Volkskunde]
Entstehung
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für Militärmusik; 70 nach Sawerthal hat er beinahe alle Walzer von Lanner und Straußfür Militärmusik arrangiert.71 Massak trat auch gemeinsam mit Strauß, 72 Bendl undFranz Morelly auf. Im Herbst 1836 wurde ein heute verschollenes Werk Lanners,sein großes Tongemälde Die Krönungsfeier in Prag, das auch Märsche der Mi-litärkapellmeister Massak und Georg Knofl73 enthalten haben soll, im Volkgartenmehrfach aufgeführt. 74 Massak schrieb nach eigenen Aussagen mehr als tausendMärsche(!); 75 im Gegensatz zu den nachfolgend genannten Militärdirigenten er-schienen von ihm aber auch etliche Tanzmusikstücke in Druck.

Andreas Nemetz(* 14. 11. 1799 Chalkowitz in Mähren, 21. 8. 1846 Wien) warzunächst Posaunist an der Wiener Hofoper und wurde 1828 Kapellmeister beim In-fanterie- Regiment Nr. 19,, Landgraf Hessen- Homburg" in Wien. Von allen Militärdiri-genten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war er die längste Zeit in den Wie-ner Unterhaltungslokalen aktiv und er war auch der erste, der mit den Großen" derTanzmusik kooperierte. Am 2. 3. 1828 spielte Strauß abwechselnd mit einem Trom-peter- Corps unter Nemetz im Salon zur Kettenbrücke", eine Woche später übernahmLanner diese Idee.76 Schon 1829 steuerte Nemetz einige Kompositionen für ein vonLanner gespieltes Blumenfest beim Sperl bei, 77 1833 trat er gemeinsam mit Lannerim Elysium" im Seitzerhof auf, 78 durch Jahre hindurch musizierte er aber im Verbandmit Strauß Vater; in der Goldenen Birn" etwa spielte im Sommer 1835 Nemetz im-mer an Sonn- und Feiertagen, Strauß hingegen an Montagen und Freitagen.79 Oft fin-det man ihn beim Dommayer und wieder gemeinsam mit Strauß- im Volksgarten;auch mit Lanner wurde des öfteren gemeinsam musiziert. Nemetz komponierte fastausschließlich Märsche; er ist auch der Urheber eines Fußmarsches für kleine Trom-mel, der heute noch von den österreichischen Militärkapellen als Einschlagen zumMarsch" verwendet wird. Darüber hinaus publizierte Nemetz 1827 die weltweit ersteVentiltrompetenschule. 80

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Zwischen 1831 und 1834 sowie 1838 scheint in den Anzeigen der Zeitungen wie-derholt der Militärkapellmeister Josef Resnitschek(* 1787, 1848; in verschiedenenSchreibweisen, oft auch Rezniczek") auf, der zu dieser Zeit mit der Kapelle des In-fanterie- Regiments Nr. 60 Prinz Gustav von Wasa" in Wien war. Er spielte gemein-sam mit Strauß( Vater), Franz Morelly und Ballin; das Intelligenz- Blatt" erwähnte ihnam 24. 12. 1831 erstmals gemeinsam mit Lanner. 81 1832 sprach der Rezensent der" Theater- Zeitung" von begeisterten Märschen der schmetternden Trompete", die sich,, Lanners lieblichen Wienertänzen" gegenüberstellen; 82 nur wenige Tage zuvor hatteman die Militärkapelle unter Resnitschek anlässlich einer Abendunterhaltung gemeinsammit Strauß gelobt und darauf hingewiesen, dass es erstaunlich ist, vergleichend dieStufe der Vollkommenheit zu betrachten, zu welcher man es auf Blasinstrumentenüberhaupt gebracht hat". 83 1841 spielte Resnitschek mit seiner ,, Musik- Banda" im Thea-

Tanz- und Militärkapellmeister um Joseph Lanner

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